Haupthafenroute statt A26 Ost
Sinnvolle Alternative zu neuer Autobahn ist vorhanden
Bessere Alternative: Ausbau der Haupthafenroute statt Neubau A26 Ost - Karte: Karte: NABU Hamburg/mapz.com/OpenStreetMap.org
Als Argument für den vermeintlichen Bedarf der A26 Ost wird angeführt, die Verkehrswege im Hafen zu entlasten. Aus Sicht des NABU sollte dazu jedoch keine neue Autobahn im Süden von Moorburg und Wilhelmsburg gebaut, sondern die bestehende Haupthafenroute rund zwei Kilometer weiter nördlich adäquat ausgebaut werden.
An deren westlichem Ende ist der Ersatz der Köhlbrandbrücke mittlerweile beschlossene Sache. Die Kosten hierfür werden mittlerweile auf 4 bis 5 Milliarden Euro geschätzt. Bei der Finanzierung hat der Bund bereits ausgeschlossen, dass er sowohl die A26 Ost als auch die neue Querung für den Köhlbrand komplett übernimmt. Die Freie und Hansestadt Hamburg wird rund die Hälfte der Kosten für die Köhlbrandquerung selbst übernehmen müssen. Sinnvoller wäre es daher, komplett auf die A26 Ost zu verzichten und die Bundesmittel für die Haupthafenroute einzusetzen. So wäre auch eine Tunnellösung im Osten auf der Veddel mit Anschluss an die B75 / A252 denkbar.
Statt einer überflüssigen Doppelinfrastruktur könnten so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Den Neubau der A26 Ost durch die Ertüchtigung der Haupthafenroute zu ersetzen, ist weniger klimaschädlich, führt zu weniger Arten- und Lebensraumverlusten, ist kostengünstiger und der realen Hafenentwicklung angemessen. Die frei werdenden eigenen Mittel geben Hamburg mehr Spielraum für den Ausbau des ÖPNV, etwa für die U5, die Optimierung der S3 / S31, der Weiterführung der U4 Richtung Wilhelmsburg und andere klimafreundliche Mobilitätsangebote.
Wenn überhaupt eine Autobahn gebaut werden sollte, müsste die im westlichen Abschnitt 6a aussortierte Variante Süd 2 umgesetzt werden. Diese Variante verläuft nördlich des Dorfes Moorburg und südlich des Containerterminals Altenwerder CTA gerade Richtung Kattwykbrücke / Hohe Schaar. Die Linienführung hätte diverse Vorteile: sie wäre deutlich kürzer, dadurch kostengünstiger und im Bau klimafreundlicher. Vor allem aber wäre die Süd 2 Variante naturverträglicher, weil sie nicht durch die sensiblen Moorbereiche verlaufen würde, die NABU und BUND versuchen zu schützen.
Die Variante war mit dem Argument unzureichend untersucht worden, weil das CTA angesichts der prognostizierten Umschlagsentwicklung südlich erweitert werden sollte. Da hätte die Autobahn gestört. Wegen der dauerhaft relativ viel niedrigeren Umschlagserwartung und der zusätzlichen Umschlagskapazität, die zukünftig vor der Köhlbrandbrücke durch die Westerweiterung vom Containerterminal Eurogate CTE geschaffen werden wird, ist das CTA eigentlich überflüssig. Ganz sicherlich jedoch die südliche Erweiterung. Die tatsächliche Entwicklung der Rahmenbedingungen wurde nie angepasst. Ein Fehler.
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