Wrechowpolder und Stresow
Besonderheiten des Gebietes
Der Wrechow-Polder mit einer Fläche von knapp 150 ha stellt ein Schwerpunkt-Gebiet für das Vogelzuggeschehen dar und ist ein Rastplatz von internationaler Bedeutung. Im Frühjahr wird der Polder etwa zur Hälfte mit dem ersten Elbhochwasser des Winters über einen festgelegten Zeitraum flach überstaut. Hierdurch entsteht ein idealer Nahrungsraum für ziehende Wiesen- und Wasservögel weitgehend unabhängig von den Elbewasserständen.
Tausende von Enten und Gänsen verschiedener Arten, große Trupps von Kiebitzen, Goldregenpfeiffern und Kampfläufern, Kraniche, Weiß- und Schwarzstörche, Seeadler und viele andere Raritäten können hier regelmäßig beobachtet werden: An einem einzigen Wochenende wurden hier rund 4000 Goldregenpfeifer, 3500 Kiebitze, 2000 Löffelenten sowie 12.000 Blässgänse gezählt. Neben den "grauen" Gänsen (Saat-, Bless- und Graugans) sind im Herbst/Winter auch Weißwangengänse regelmäßig zu Gast. Flächenbesitz ist daher hier besonders wichtig, um ein Mitspracherecht zu erhalten und um eine einheitliche Pflege des Gebietes gewährleisten zu können. Insgesamt konnte der NABU im Wrechow bis 2021 knapp 100 Hektar Land erwerben.
So wirkt der NABU in dem Gebiet
Der NABU ist fortwährend bemüht, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und unter Einbeziehung der angrenzenden Gebiete, den Polder als international bedeutsamen Rastplatz für Zugvögel zu erhalten und zu entwickeln. Dabei setzt sich der NABU mit unterschiedlichen Maßnahmen für höhere Wasserstände ein. So stellen wir sicher, dass Wat- und Wasservögel ausreichend Nahrung finden. Die langfristige landwirtschaftliche Nutzung im Gebiet, soll dadurch aber nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Über den Sommer werden die Wiesen und Weiden genutzt. Auf diese Weise können die wertvollen Grünlandgesellschaften erhalten werden.
Da der Wrechow sich in Sachsen-Anhalt befindet, arbeiten hier die NABU-Landesverbände Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eng zusammen.
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