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Chronik

Wie alles begann... im Höltigbaum. Ein Blick auf die Entstehungsgeschichte des heutigen Naturschutzgebietes.

Chronik

Wie alles begann...


vor ca. 200.000 Jahren Die Saale-Eiszeit hinterlässt im Gebiet Grundmoränen und Schmelzwassersande.
vor ca. 20.000 Jahren Während der Weichsel-Eiszeit wird das gesamte Gebiet von einer Gletscherzunge bedeckt. Es bilden sich Drumlins und Tunneltäler, die noch heute für das Höltigbaum-Gelände charakteristisch sind.
ca. 12. bis 13. Jahrhundert Beginn landwirtschaftlicher Nutzung, die zu einer offenen, reich strukturierten Landschaft führt.
1937 Einrichtung eines Exerziergeländes.
1944 Wandse zum Münchsteich aufgestaut und streckenweise begradigt; viele Knicks verschwunden; Nadelwaldparzellen; Restflächen mit Heide.
1945 - 1958 Keine militärische Nutzung bis zur Gründung der Bundeswehr 1958.
1950 Landschaftsschutzverordnung für den Hamburger Teil des Standortübungsplatzes Höltigbaum.
ab ca. 1958 Pflegemaßnahmen zur Freihaltung der offenen Flächen für Übungen durch die Bundeswehr: extensive Grünlandnutzung durch Landwirte und einen Schäfer ohne Pestizid- und Düngemitteleinsatz.
bis 1968 Übungen mit Kettenfahrzeugen und Mannschaftswagen auf den gesamten Hochflächen des Höltigbaums; dadurch starke Störungen der Vegetationsdecke.
1980 Beginn des Flächenrotationsverfahren für Panzerfahrten südl. der Wandse; nördl. der Wandse Verbot von Panzerfahrten; bodenverbessernde Maßnahmen.
1992 Aufgabe des Standortübungsplatzes.
1993 Fachleute des NABU und des Vereins Jordsand sowie weitere Experten legen ein ökologisches Gutachten über die Natur im Höltigbaum vor. Das Gutachten wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums und unter Federführung des Instituts für Natur- und Umweltschutzforschung (INUF) erstellt.
1994 Der NABU stellt für beide Teile des Höltigbaum-Geländes Anträge auf Ausweisung als Naturschutzgebiet. Hamburger Stadtplanungsbehörde plant die Bebauung und Gewerbeflächen auf dem hamburgischen Teil des Höltigbaums.
1995 Im Juli stellen der NABU und der BUND medienwirksam den ehemaligen Standortübungsplatz symbolisch unter Naturschutz. Im August beruft der NABU einen "Runden Tisch" mit Vereinenn Verbänden und Lokalpolitikern ein.
1996 "Wulfsdorfer Appell" zur Rettung des Höltigbaums.
1997 Ausweisung des schleswig-Holsteinischen Teils als Naturschutzgebiet.
1998 Ausweisung des Hamburger Teils als Naturschutzgebiet. Betreuungsvertrag für das Hamburger NSG Höltigbaum zwischen NABU, Verein Jordsand, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Hamburger Umweltbehörde. Erstmalig Beweidung einer Teilfläche auf Hamburger Gebiet mit Heidschnucken des Vereins Jordsand und Robustrindern des Gutes Wulfsdorf.
1999 - 2001 Das NABU-Projekt: Beweidungsmaßnahmen, wissenschaftliche Untersuchungen, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit.
 

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