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Storch Rolf lebt!

Storch Rolf lebt!

NABU: Nicht die Kälte gefährdet die Störche, sondern der Lebensraumverlust

Webcam 12. Mai 2011

Storch Rolf mit seinen Jungen 2011

09. Februar 2012 - Der NABU Hamburg beruhigt jetzt die besorgten Bürgerinnen und Bürger: Storch Rolf, am 25. Januar verfrüht aus dem Winterquartier zurückgekehrt, wurde am 8. Februar, 16 Uhr in den Kirchwerder Wiesen lebendig gesichtet. Dort sucht Rolf nach Nahrung.

„Bei uns haben sich viele besorgte Bürgerinnen und Bürger gemeldet“, berichtet NABU-Storchenexperte Jürgen Pelch. „Wir können sie aber jetzt beruhigen: Storchenmann Rolf lebt.“ Am 25. Januar kehrte Rolf aus seinem Winterquartier zurück nach Hamburg und konnte einige Zeit auch im Internet per Webcam auf seinem Nest auf dem Hof Grundmann in den Vier- und Marschlanden beobachtet werden. „Doch das Nest blieb jetzt schon seit einigen Tagen leer“, erzählt Pelch. „Und viele Menschen fragten sich, wo er sich denn aufhalte. Nun haben wir Gewissheit, dass es ihm gut geht.“

Der Storchenexperte betont, dass Rolf und seine Artgenossen nicht durch die aktuelle Kälteperiode gefährdet sind. „Sie können weite Strecken zurücklegen und finden immer ausreichend Futter“, erläutert Pelch. „Wirklich gefährdet sind die Störche aber durch den zunehmenden Lebensraumverlust in Norddeutschland.“ Viele Feuchtwiesen gingen verloren, weil diese in Maisäcker für die Energiegewinnung umgewandelt würden. Deshalb pflegt und entwickelt der NABU Hamburg in den Kirchwerder Wiesen die wichtigen Feuchtwiesen und stellt den Störchen in Hamburg außerdem 50 Nester für die Brut zur Verfügung.

Rolf wurde am 30. Juni 2004 in Strohhausen im Weser-Ems-Gebiet beringt und zog im letzten Jahr mit seiner Storchenfrau Maria vier Junge groß. Die Störche Rolf und Maria sind nach dem ehemaligen und langjährigen Vorsitzenden des NABU Hamburg, Rolf Bonkwald, und seiner Ehefrau Maria benannt.

Gefördert wurde die Storchen-Webcam von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Mitteln der Bingo-Lotterie.

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