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Oberalsterniederung
Die Oberalsterniederung
Das Naturschutzgebiet Oberalsterniederung wird vom NABU Norderstedt zusammen mit dem Landesjagdverband und dem Naturschutzverein Tangstedt betreut.
Vögel und Pflanzen haben in der Oberalsterniederung einen sicheren Rückzugsraum. Es brütet dort der Grosse Brachvogel, der Charaktervogel der Alsterniederung. Er ist noch mit 8-10 Revierpaaren vertreten. Der Kiebitz brütet in kleiner Zahl. Wir kartieren seit vielen Jahren Schwarzkehlchen, Braunkehlchen, Wachtelkönig und Neuntöter. Auch die Wintergäste wie Raubwürger, Wacholder- und Rotdrossel werden erfasst. Viele Amphibien und Schlangen, wie die Kreuzotter und die Ringelnatter sind dort heimisch. Das Gebiet wurde 2004 vom Land Schleswig-Holstein zum Naturschutzgebiet erklärt.
Flyer "Oberalsterniederung" vom LLUR
Orchideenwiese
Innerhalb der Oberalsterniederung befindet sich das Schlappenmoor mit einer Feuchtwiese, auf der bis zu 5000 Orchideen blühen.
Diese Wiese gehört dem NABU und wird von der Gruppe Norderstedt unter der Leitung von Arno Sagorske betreut und gepflegt.
Die in der Oberalsterniederung anzutreffenden Arten
Wenn Sie in das Bild klicken, erfahren Sie mehr über die jeweilige Art
Vögel
Wie sein Name vermuten lässt, handelt es sich um die größte Brachvogelart. Auffällig für den graubraun gefleckten Vogel ist sein langer, gebogener Schnabel. Diesen nutzt er,um im weichen, feuchten Boden nach Nahrung zu stochern. Er ist der Charaktervogel der Oberalsterniederung und Auslöser für die Gründung des Naturschutzgebietes.
Größe: 48 - 57 cm. März - November anzutreffen.
Der bunt schillernde Eisvogel ist unverwechselbar. Er ist etwas größer als ein Sperling, wirkt gedrungen, ist auffallend kurzschwänzig und besitzt einen geraden, kräftigen Schnabel. Je nach Lichteinfall wirkt die Oberseite seines Gefieders kobaltblau bis türkisfarben. Er ist im Oberalstergebiet eher selten zu beobachten.
Größe:17 - 20 cm. Ganzjährig anzutreffen.
Wer “kiebitzt”, der sieht dem anderen schon mal verbotenerweise in die Karten. Schauen wir dem Kiebitz in die Karten, wird deutlich, dass der Vogel durch die Zerstörung seines ursprünglichen Lebensraums notgedrungen zum Kulturfolger wurde. Er kommt immer seltener vor.
Größe: 28 - 30 cm. Nicht das ganze Jahr anwesend.
Anfang bis Mitte April kehrt das Braunkehlchen aus seinem Winterquartier im subtropischen Afrika in sein europäisches Brutgebiet zurück. Es baut sein Nest in der Regel am Boden, bevorzugt am Fuß einer größeren Staude oder eines Busches. Ende April bis Anfang Juli erfolgt die Eiablage.
Größe: 12 - 14 cm. April - September anzutreffen.
Das Schwarzkehlchen teilt seinen Lebensraum mit dem Braunkehlchen.
Das Männchen hat einen schwarzen Kopf, einen weißen Halsring und eine rostbraune Brust.
Größe: 12 - 13 cm. Mai - August anzutreffen.
Der Neuntöter ist der hierzulande am stärksten verbreitete Vertreter der Familie der Würger, von der es weltweit 64 Arten gibt. Hierzu gehören auch der bei uns ausgestorbene Schwarzstirnwürger, der extrem seltene Rotkopfwürger und der noch sporadisch anzutreffende Raubwürger.
Größe: 16 - 18 cm. Mai - September anzutreffen.
Reptilien
Die Kreuzotter ist eine ca. 70 cm lange Giftschlange. Sie gehört zur Familie der Vipern. Sie ist an ihrem gezackten Rückenband gut zu erkennen. Die Grundfärbung kann von hell bis dunkel sehr unterschiedlich sein. Sie ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern, Eidechsen und Fröschen.
Die anmutigen Ringelnattern sind für den Menschen vollkommen ungefährlich und pflegen auch untereinander einen friedfertigen Umgang. Ringelnattern werden bis zu 120 cm lang. Sie leben in der Nähe von Gewässern und ernähren sich überwiegend von Fröschen und Kröten. Sie ist nur noch selten in der Oberalsterniederung anzutreffen.
Die Moor- oder Waldeidechse hat ein riesiges Verbreitungsgebiet, das sich bis nach Ostsibirien erstreckt. Es ist die die am weitesten nach Norden vordringende Reptilienart der Erde.
Die Blindschleiche wird wegen ihrer Form meist für eine Schlange gehalten, sie gehört jedoch zu den Echsen. Sie ist eine beinlose Eidechse. Leibspeise der Blindschleiche sind Regenwürmer, Nacktschnecken und unbehaarte Raupen. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 50 Zentimetern und sind an der Oberseite braun, grau oder gelblich gefärbt.
Amphibien
Der Moorfrosch
Der Moorfrosch wird 5 - 6 cm groß und ist hell- bis dunkelbraun gefärbt. In der Balz färben sich die Männchen hellblau. Sein Ruf ist ein Gluckston.
Der Grasfrosch ist eine unserer häufigsten Amphibienarten und kann eine Größe von 11 cm erreichen. Er wurde durch die intensive Landwirtschaft stark dezimiert. Früher gehörte er zur Hauptnahrung der Störche. Häufig besitzen die Tiere größere Flecken, welche mitunter die Grundfarbe fast verdecken können. Seine Stimme klingt wie ein Knurren.
Genau genommen ist der Wasserfrosch keine eigene Art, sondern ein Hybrid oder Bastard aus dem Seefrosch und dem Kleinen Teichfrosch, was eine sichere Identifizierung nach bloßem Augenschein schwierig macht.
Die Erdkröte ist mit einer Größe von bis zu 11 cm eine unserer größten Amphibienarten. Die Oberseite ist bräunlich gefärbt und mit einer Vielzahl von Warzen ausgestattet. Sie wandern in der Fortpflanzungszeit in Scharen zu ihren Laichplätzen.
Um nicht beim Überqueren von Strassen überfahren zu werden, bauen Tierschützer vielerorts Krötenzäune.
Falter
Der Name des Mädesüß-Perlmutterfalters rührt daher, daß sich die Raupen dieses Falters nur auf dem Mädesüß, einer Duftpflanze, entwickeln können. Sie ist ihre Nahrungsgrundlage.
Der Aurorafalter kommt noch häufig vor. Er fällt durch seine orangefarbenen Flügelenden auf. Die Raupen ernähren sich vorwiegend vom Wiesenschaumkraut und von der Knoblauchrauke.
Die geaderte Flügelunterseite gab dem Landkärtchen seinen Namen. Es steht zwar nicht auf der roten Liste, kommt aber nicht sehr häufig vor. Das Landkärtchen legt seine Eier als Turm auf die Unterseite von Brennnesselblättern.
Libellen
Die fertig entwickelten Tiere der gebänderten Prachtlibelle erreichen eine Flügelspannweite von 6,5 bis 7 Zentimetern und eine Körperlänge von etwa 5 Zentimetern. Sie gehören damit zu den größten mitteleuropäischen Kleinlibellen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich: Die Männchen haben einen schillernd dunkel-blaugrün gefärbten Körper, und die grünlich getönten, durchscheinenden Flügel weisen je eine breite schwarzblaue Binde auf, die sowohl die Flügelbasis als auch deren Spitze auslässt.
Die Blauflügel-Prachtlibelle erreicht eine Flügelspannweite von 6,5 bis 7 Zentimetern. Auffallend ist vor allem die Flügelfärbung. So sind die Flügel der Männchen vollständig blaugrün und die der Weibchen durchscheinend bräunlich bis kupfern gefärbt. Sie ist stark gefährdet.

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