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Wittmoor

Das Wittmoor

wittmoor

Das Wittmoor

Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts besaß das Wittmoor Torfschichten mit einer Dicke von 3 bis 5 m. Ohne die Einwirkung des Menschen hätte es sich zu einem atlantischen Hochmoor weiterentwickeln können. Innerhalb eines Zeitraums von wenigen Jahrzehnten haben Entwässerung und Torfabbau diese über 8000 Jahre gewachsene Landschaft sehr stark beeinträchtigt. Mit der Zerstörung einher ging der Lebensraumverlust für die im Moor lebenden Spezialisten aus der Pflanzen- und Tierwelt.

Hochmoore, auch Regenmoore genannt, stellen einen extrem nährstoffarmen, nassen und sauren Lebensraum dar. Die Torfschichten entstehen durch das Absterben der sehr langsam wachsenden Torfmoose. Das Wachstum beträgt ca. 1 mm pro Jahr. Gespeist werden Hochmoore ausschließlich durch Niederschläge. Darüber erfolgt auch der Nährstoffeintrag. Eine große Gefahr für den stickstoffarmen Stoffhaushalt stellt sowohl der Dünger- und Pestizideintrag aus der Landwirtschaft als auch die Einträge durch Hausmüllverbrennungsanlagen dar.

Wollgras

Wollgras

1978 wurde das Wittmoor zum Naturschutzgebiet erklärt. Entwässerungsgräben wurden wieder geschlossen und im abgetorften Mittelteil entstanden zwei Hochmoorseen. Durch die Überstauung starben die Birken ab und eine neue Moorentwicklung begann. Seitdem breiten sich Moorpflanzen und -Tiere wieder aus oder wandern neu ein. Ziel unserer Arbeiten im Wittmoor ist es, die entstandenen Lebensräume zu sichern und die Moorflächen weiter zu vergrößern.

Neben den Moorflächen gilt es, Weiden, Magerrasen und Heideflächen als Landschaftsbestandteile zu stabilisieren und zu vergrößern. Zu den immer wiederkehrenden Arbeiten gehört das Mähen, das Abplaggen und das Entkusseln einzelner Flächen. Diese Arbeiten sind genauso notwendig wie das Fällen von Fichten und Gehölzen, die nicht zu den natürlichen Bewohnern der inneren Moorlandschaft gehören.

Seit 1979 erhält die Gruppe Alstertal tatkräftige Unterstützung durch Schülerinnen und Schüler des Carl-von-Ossietzky Gymnasiums. Sie unterstützen uns bei den Arbeiten in unseren Betreuungsgebieten.

Kraniche

Kraniche

Heute lassen sich im Wittmoor wieder typische Hochmoorpflanzen wie Glockenheide, Wollgras und die Moosbeere finden. Spiegelfleckdickkopffalter, Kleines Nachtpfauenauge und diverse Libellenarten bewohnen das Wittmoor. Wer achtsam ist, kann Kreuzottern am Wegesrand beobachten oder Mooreidechsen und Ringelnattern beim Sonnen zusehen. Kraniche trompeten wieder über dem Moor. Die Bekassine lässt beim Balzflug ihr "himmlisches Meckern" ertönen und in der Dämmerung ist manchmal der urige Ruf der Waldschnepfe zu vernehmen. Neben dem Schwarzkehlchen und der Wespenspinne haben Grün-, Moor- und Grasfrösche hier wieder ein Zuhause gefunden.

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