NABU-Wiesenschutzprojekt in der Elbtalaue deutlich vergrößert
Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender!
Eine Grauammer hält Ausschau nach Insekten - Foto: Matthias Schäf
Der NABU Hamburg hat dank vieler privater Spenden sein größtes Naturschutzprojekt in der niedersächsischen Elbtalaue deutlich erweitert. In den Pevestorfer Wiesen, nahe der Ortschaft Gartow im Landkreis Lüchow-Dannenberg, schützt der NABU bereits über 80 Hektar Land. Durch einen weiteren Landkauf wurden jetzt knapp 3 Hektar dauerhaft für die besondere Artenvielfalt der Elbaue gesichert.
„Die intensive Nutzung und Zerstörung unserer Landschaft durch uns Menschen, ist der größte Treiber für den Verlust von Biodiversität.“, erklärt Malte Sieger, Vorsitzender des NABU Hamburg. „Die Elbtalaue ist eines der letzten Naturparadiese im Hamburger Umland und eines unserer Herzensprojekte. Durch Landkauf erhalten wir dauerhaft essenziellen Lebensraum für bedrohte Arten. “
In den Pevestorfer Wiesen finden zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wie das Braunkehlchen, die Rotbauchunke und die Sibirische Schwertlilie eine letzte Zuflucht. Die weite Wiesenlandschaft liegt direkt am Elbdeich. Bei Hochwasser steigt auch binnendeichs der Grundwasserstrand und sogenanntes Qualmwasser sorgt für feuchte Wiesen und füllt die flachen Teiche. Ein Eldorado für Amphibien und Wiesenvögel. Hecken und dornige Gebüsche bieten Schutz für Neuntöter und Grauammer.
Wiesen sind Teil unserer Kulturlandschaft. Seit Jahrhunderten haben sie sich durch extensive Nutzung des Menschen entwickelt. Ohne eine kontinuierliche Mahd oder Beweidung würden sie verbuschen und schnellwüchsige Gräser dominieren. Ohne Bewirtschaftung keine Artenvielfalt. Doch hierbei kommt es auf das richtige Maß an. „Gemeinsam mit einem Landwirt pflegen wir das NABU-Schutzgebiet in den Pevestorfer Wiesen behutsam. Eine Mischung aus extensiver Beweidung und insektenfreundlicher Mahd schafft Nahrung und Rückzugsraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Wiesenvögel und Amphibien.“, erläutert Oliver Schuhmacher, NABU-Referent für die Elbtalaue.
Der NABU Hamburg betreibt in der Elbtalaue eines der größten privaten Naturschutzprojekte Norddeutschlands. Durch die Mischung aus Landkauf und naturschutzfachlicher Bewirtschaftung werden schützenswerte Ökosysteme dauerhaft erhalten und ihre Qualität für die Lebensraumansprüche gefährdeter Arten sichergestellt. Ziel des Projektes ist, ein großes zusammenhängendes NABU-Schutzgebiet zu schaffen, dass als Refugium für Artenvielfalt dient. So soll ein Überleben und Ausbreiten von gefährdeten Arten ermöglicht werden.
Weitere Infos
Diese strukturreiche Wiesenlandschaft mit vielen Gewässern, Hecken und Sträuchern grenzt an den letzten größeren Auwaldrest Niedersachsens und hat eine große Bedeutung für die Vogel- und Amphibienwelt. Mehr →
Mit einer Elbtalauen-Patenschaft unterstützen Sie ein NABU-Großschutzprojekt an der Elbe. Sichern Sie eine Zukunft für Kiebitz, Schwalbenschwanz und Rotbauchunke. Helfen Sie langfristig artenreiche Wiesen, Moore, Wälder und Gewässer zu erhalten. Mehr →
Die Elbtalaue ist der geläufige Begriff für den Elbabschnitt von Schnackenburg bis kurz vor Lauenburg. Der NABU Hamburg ist hier seit über 50 Jahren aktiv und bewahrt mit Flächenkäufen wertvolle Lebensräume. Erfahren Sie mehr und unterstützen Sie uns dabei! Mehr →
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