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NSG Duvenstedter Brook

Betreute Gebiete

NSG Duvenstedter Brook

Duvenstedter Brook

BETREUER:

Timo Depke (040 / 60 01 32 57)
Jens-Peter Stödter (04109 / 6616)

Lage, Lebensräume, Flora und Fauna

Mit ca. 780 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete in Hamburg und dem weiteren Umland mit Feuchtwiesen und -weiden, Röhrichten, Kleingewässern, Sümpfen, Mooren, Heidebiotopen, Bruch- und Moorwäldern, ("Brook" = Bruch), vereinzelt Eichen-Mischwälder; wegen seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt von Deutschland weiter Bedeutung. Nähere Infos sind den zahlreichen Broschüren zu entnehmen

Schutz

Kraniche im Brook

Kraniche im Brook

  • Seit 1958 (in Teilbereichen seit den 1930ern) als Naturschutzgebiet ausgewiesen

  • Als EU-Vogelschutzgebiet und nach den Bestimmungen der FFH- Richtlinie (=Flora-Fauna-Habitat) zusätzlich strengen, internationalen Schutzbestimmungen unterliegend

  • Betreten nur auf den ausgewiesenen Wegen gestattet

  • weitere durch die Schutzverordnung vorgegebene Einschränkungen, z.B. Hunde-Verbot, sind einzuhalten (entsprechende Hinweise auf Schautafeln an allen Eingängen zum Gebiet)

Probleme

  • auf Teilflächen landwirtschaftliche Nutzung ohne ausreichende Naturschutz-Auflagen

  • heute noch in weiten Bereichen wirksame Trockenlegung der Feuchtgebiete
  • standortfremde Gehölze aus früheren Anpflanzungen mit Neigung zur Ausbreitung und Verdrängung heimischer Arten, z.B. diverse Nadelbäume, Späte (= Amerikanische) Traubenkirsche, Roteiche, Rosskastanie, Grauerle

  • Verbuschung ehemals offener Lebensräume, insbesondere Heide und Grünland

  • Beseitigung des Totholzes in Wegnähe als "Wegesicherung"

  • KFZ-Verkehr im Gebiet durch Forst-Betriebshof und andere Anlieger

  • überhöhter Bestand an Rot- und Damwild, Rehen und Wildschweinen

  • zunehmender Besucherdruck in Folge massiver Berichterstattung in den Medien, sowie verstärkter Bautätigkeiten in der Umgebung

  • Störungen durch einzelne Besucher, die sich über die Verbote der Schutzverordnung hinwegsetzen

Betreuungsarbeit

Froschteich

Massenbestand der Wasserfeder in einem der Froschteiche

Betreuung erfolgt durch die AG Brook , in der NABU, BUND, Naturwacht und Botanischer Verein zusammengeschlossen sind, sowie die Landesjägerschaft. Alle bedeutenden Maßnahmen sind mit den anderen betreuenden Verbänden, der Umweltbehörde -NaturschutzamtÖ sowie anderen Betroffenen (z.B. Forstamt) abzustimmen.



  • Öffentlichkeitsarbeit / Besucherinformation durch Info-Material, Führungen und Vorträge

  • Kontrolle auf Einhaltung der Schutzvorschriften, ggf. Ansprechen der jeweiligen Personen / ggf. Anzeige beim Naturschutzamt

  • Organisation einer ehrenamtlichen Naturschutzwache während der Kranichbrutzeit

  • Beobachtung und Erfassung der Tier- und Pflanzenwelt und ihrer Entwicklung

  • Erarbeitung von Biotoppflege- und -gestaltungsmaßnahmen, sowie deren Durchführung in Absprache mit Behörden und Verbänden; z.B.: Schließen ehemaliger Entwässerungsgräben, Entkusslung von Moor- und Heideflächen, Maßnahmen zur Förderung bestimmter Tier- und Pflanzenarten

  • Stellungnahme zu Befreiungsanträgen

  • jährliche Erstellung eines schriftlichen Berichtes

Kranichschutz im Duvenstedter Brook
Insekten-Exkursion Duv. Brook (07.08.2010)