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Mitglied werdenNABU Hamburg spricht sich gegen Olympia-Bewerbung aus
Kritik an A26 Ost und Flächenverbrauch
Sollte Hamburg sich auf die Olympischen Sommerspiele bewerben? Foto: Jonas Voß | KI-generiert
Der NABU Hamburg lehnt die Bewerbung Hamburgs als Austragungsort der Olympischen Spiele klar ab. Auf der Mitgliederversammlung am 16. April 2026 wurde die Ablehnung mit großer Mehrheit beschlossen. Den Mitgliedern des NABU sowie den Hamburger*innen wird empfohlen, beim Referendum am 31. Mai mit „Nein“ zu stimmen.
Begründung aus Naturschutzperspektive
Hauptkritikpunkte liegen in den erwarteten Eingriffen in Grün- und Naturräume sowie in Verlusten für Biodiversität, Biotopverbund und das Grüne Netz.
Konkrete Bedenken gelten Ufer- und Grünflächen rund um zentrale Bereiche wie Volkspark, Hummelsbüttel, die Alster sowie die Regattastrecke Allermöhe.
Umweltfolgen und langfristige Kosten
Olympische Spiele könnten kurzfristige Impulse bringen, jedoch erhebliche ökologische Folgekosten verursachen. Es drohen der Verlust wertvoller Naturflächen, schwer zu kompensierende Eingriffe in Böden, Gewässer und Landschaftsräume sowie zusätzliche Belastungen durch Baustellenverkehr, Lärm und Emissionen. Ausgleichsmaßnahmen können dies alles nicht vollständig kompensieren.
Klimaschutz: Zweifel an der Klimaneutralität
Erfahrungen vergangener Großveranstaltungen zeigen, dass tatsächliche Emissionen oft höher ausfallen als geplant. Insbesondere Bau und Betrieb der Infrastruktur führen zu nennenswertem CO₂-Ausstoß. Die Versprechen klimaneutraler Spiele seien aus Sicht des NABU nicht belastbar und nähmen dem Klimaschutz Rückenwind.
Verknüpfung mit der A26 Ost
Ein zentrales Kritikthema ist die Verbindung der Olympia-Bewerbung mit dem Bau der Autobahn A26 Ost. Der NABU lehnt den Bau der A26 Ost aufgrund erheblicher Eingriffe in Moor- und Marschgebiete ab, die als CO₂-Speicher und Lebensräume wichtig sind. Die Verknüpfung von verkehrspolitisch problematischen Projekten mit einem internationalen Großereignis wird als inakzeptabel bewertet.
Abstimmung beim Referendum am 31. Mai 2026
Der NABU fordert eine nachhaltige Stadtentwicklung mit Fokus auf Natur- und Klimaschutz. Priorität liegt auf Investitionen in öffentlichen Nahverkehr, Renaturierung, Klimaanpassung und allgemein nachhaltige Infrastruktur.
Angesichts der vorliegenden Argumente ruft der NABU Hamburg alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, verantwortungsvoll zu handeln und bei der Abstimmung am 31. Mai mit Nein zu stimmen.
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