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Unbeschwert Natur genießen

Unbeschwert Natur genießen

NABU gibt Tipps zu Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm

Zecke

Zecken warten meist im hohen Gras auf Tiere oder Menschen, die sie anzapfen könnten.

19. Juni 2009 - Der NABU gibt jetzt zur heran nahenden Ferienzeit Tipps, wie man trotz Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm den Sommer und die Natur genießen kann. Sommerzeit ist Urlaubszeit und Hochzeit für alle Freiluftaktivitäten. Wandern, Radeln, Schwimmen, Natur erleben. Doch ständig neue Horrormeldungen über gefährliche Naturbegegnungen vermiesen so manch einem die Freiluftsaison. Dafür gibt es aber keinen Anlass, so der NABU.

Rotfuchs

Die im Kot z.B. eines Fuchses befindlichen Bandwurmeier könnten zunächst Haustiere und darüber dann den Menschen infizieren.

„Statistisch gesehen ist die Gefahr, die von Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm ausgeht, im Vergleich zu den Risiken im Straßenverkehr oder bei vielen Freizeitsportarten relativ gering“, sagt Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg. „Wenn man dann noch ein paar Regeln berücksichtigt, kann man diese Gefahr sogar noch einmal verringern.“ So rät er zum Beispiel in Sachen „Fuchsbandwurm“, Beeren oder Früchte aus Fuchsgebieten nur gewaschen, besser noch gekocht, zu sich zu nehmen, freilaufende Hunde und Katzen regelmäßig mit Wurmmitteln zu behandeln und nach direkten Fuchskontakten vorsorglich den Arzt aufzusuchen.

Stechwerkzeuge Zeckenmund

Stechwerkzeuge am Zeckenmund

„Zecken, die nicht an die Haut kommen, können auch nicht stechen“, rät der Biologe. „Deshalb ist dicht schließende Kleidung bei einer Tour ins Unterholz oder in hochgewachsene Wiesen vorteilhaft.“ Entgegen der üblichen Meinung lassen sich Zecken nämlich nur sehr selten von Bäumen fallen. Sie bevorzugen Pflanzen, die bis zu 1,50 m hoch werden als „Lauerplatz“. Doch selbst wenn man sich eine Zecke „eingefangen“ hat, gibt es keinen Grund zur Panik. „Drehen sie das Tier ohne es zu quetschen nach oben aus der Haut. Je schneller man dies tut, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion mit den Erregern von Borreliose oder Hirnhautentzündung“, erklärt der NABU-Geschäftsführer. Bleibt beim Herausdrehen der Kopf der Zecke in der Wunde, sei dies kein Grund zur Sorge. Mit dem Entfernen des Zeckenkörpers habe man die Gefahr einer Infektion gebannt. Um eine Fremdkörperreaktion zu vermeiden, sollte man sich den Kopf der Zecke vom Hausarzt entfernen lassen.

Gemeine Wespe

Gemeine Wespe

Bei Hornissen, Wespen oder Bienen gilt die bekannte Faustregel: ruhig bleiben, nicht um sich schlagen, denn die Brummer stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen. Auch bei anderen „gefährlichen“ Naturelementen, wie Giftpflanzen, Schlangen oder Pilzen sei Wissen der beste Schutz. „Unsere heimische Natur ist ganz sicher kein gefährlicher Ort, und man sollte sich nicht durch Schlagzeilen verrückt machen lassen“, hofft Zirpel darauf, dass sich die Menschen nicht davon abhalten lassen, Natur zu erleben und viel über ihre Umwelt zu lernen. Denn in der Natur finden gerade gestresste Stadtmenschen oftmals die ideale Erholung.

Gegen Einsendung von 2,44 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Osterstraße 58, 20259 Hamburg ist die Broschüre „Trotz Zecken, Wespen, Fuchsbandwurm unbeschwert Natur genießen“ erhältlich oder kann in den Infozentren (s.u.) abgeholt werden.

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