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Vier Jahre als Engerling

Vier Jahre als Engerling

NABU: Maikäfer schlüpfen jetzt aus der Erde

Waldmaikäfer


23. Mai 2012 - Dieses Jahr ist ein ausgesprochenes Maikäfer-Jahr, so der NABU Hamburg. Zurzeit kommen bei Abenddämmerung die Maikäfer aus der Erde heraus, nachdem sie vier Jahre als Engerlinge im Boden mit Fressen und Wachsen beschäftigt waren. Bedingt durch das kalte Wetter im April und Anfang Mai schlüpfen die Käfer in diesem Jahr erst seit Mitte des Monats.

„Die großen Käfer verlassen jetzt im Frühjahr ihr Versteck im Erdboden, sobald die Lufttemperatur 20 Grad Celsius erreicht“, weiß Diplom-Biologe Heinz Peper, vom NABU Hamburg, zu berichten. „Dieser Start in das aktive Käferleben geschieht aber nur in der Abenddämmerung.“ Anschließend steuern die Maikäfer eine hohe Kulisse an, zum Beispiel einen Hügel oder eine Baumgruppe, wo sie mit der Nahrungsaufnahme beginnen. Dort paaren sich Männchen und Weibchen auch. Peper: „An ihren Fraßplätzen können wir die Käfer am besten beobachten, wenn wir das frisch ausgetriebene Laub gegen den hellen Himmel absuchen.“ Von den Fraßplätzen fliegen sie wieder zurück zu ihren Schlupfplätzen, die sich vorwiegend auf offenen Flächen befinden. Hier legen sie dann ihre Eier ab. Gut zu beobachten sind Maikäfer auch unter Straßenlaternen, da sie durch das Licht angelockt werden.

Maikäfer sind bis zu 2,5 Zentimeter groß, und es gibt zwei Arten: den Feldmaikäfer mit einem meist schwarzen Halsschild und den Waldmaikäfer, dessen Halsschild meist braun gefärbt ist. Die Käfer ernähren sich vorwiegend von Blättern der Laubbäume, bevorzugt von Buchen und Eichen. Die Käferlarven, die Engerlinge, fressen dagegen an Pflanzenwurzeln; bei einem Massenauftreten können sie daher Schäden an Obstanlagen oder anderen Baumpflanzungen anrichten. „Durch die intensive Landnutzung bei uns sind Massenentwicklungen dieser bei Kindern beliebten Krabbeltiere selten geworden“, erläutert Peper. „Über viele Jahre war es sogar etwas besonderes, im Frühjahr einen Maikäfer zu Gesicht zu bekommen.“ In den letzten Jahren sind sie allerdings wieder etwas häufiger aufgetreten.

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