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„Mach Platz für‘n Spatz“

Mach´ Platz für´n Spatz!

Der Haussperling - Vogel des Jahres 2002

Hausspatz

2002 wählte der NABU den Haussperling zum "Vogel des Jahres". Damit fiel die Wahl auf einen Vogel, den jeder kennt, von dem man aber bis vor kurzem erstaunlich wenig wusste. Grund für die Kür war insbesondere der in den letzten Jahren beobachtete Bestandsrückgang. Zum Schutz des Haussperlings rief der NABU Hamburg 2002 die Aktion "Mach Platz für´n Spatz" ins Leben, die auch heute noch läuft.

"Gewitzt, anpassungsfähig und frech wie er ist, hat der Spatz im Gefolge des Menschen fast die ganze Welt erobert", erläutert Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, "in manchen Gegenden war er so häufig, dass man ihn früher sogar als `Schädling´ verfolgte und massenhaft tötete." Das konnte seinen Bestand jedoch nicht nennenswert reduzieren.

Hausspatz

"In den letzten Jahrzehnten jedoch scheint selbst diese robuste Art immer größere Schwierigkeiten zu haben, in der Nachbarschaft des Menschen zu überleben", sagt Sven Baumung, Vogelexperte beim NABU Hamburg. "So ging in Hamburg der Bestand des Haussperlings in den letzten 30 Jahren um rund die Hälfte zurück." Die Gründe für den Bestandsrückgang sind vielfältig: Zum einen finden die Spatzen als typische Gebäudebrüter immer weniger Nistmöglichkeiten. Baumung: "Nischen, Spalten und Hohlräume an und in Gebäuden, in denen sie ihr ziemlich liederliches Nest bauen könnten, werden im Zuge von Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten oftmals verschlossen bzw. entstehen bei Neubauten gar nicht erst." An glatten Fassaden könne aber kein Spatz brüten. "Ein weiterer entscheidender Engpass ist das Nahrungsangebot zur Jungenaufzucht", ergänzt Zirpel, "im Gegensatz zu den Eltern sind die Jungvögel auf Insektennahrung angewiesen. Die aber ist gerade in dicht bebauten Bereichen rar geworden." Viele Jungspatzen müssen daher offenbar verhungern. Auch das radikale Stutzen dichter Hecken, in denen sich die Spatzen gerne versammeln, wirkt sich offenbar nachteilig aus.

Der NABU möchte dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen und rief daher die Aktion "Mach´ Platz für´n Spatz!" ins Leben.

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