Hamburg.NABU.de Themen Vogelfütterung

Vögel füttern im Winter

Silo oder Häuschen?

NABU gibt Tipps zur Fütterung von Vögeln im Garten und auf dem Balkon



Wer erfreut sich im Winter nicht am Anblick von munteren Vögeln am Futterhaus? Wenn Rotkehlchen, Meisen und Amseln sich direkt vor dem Küchenfenster oder auf dem verschneiten Balkon ein Stelldichein geben? Gerade für Kinder, Jugendliche und Naturfreunde in der Großstadt bietet die Vogelfütterung im Winter ein Naturerlebnis der besonderen Art. Um den Nutzen für die Vögel zu sichern und gleichzeitig Freude an der Vogelfütterung zu haben, gibt der NABU Tipps zum richtigen Füttern. Fachgerechten Rat bietet der NABU den Bürgerinnen und Bürgern, die den Vögeln Futter anbieten möchten, in seinem Infozentrum.

Futtersilo

Futtersilo

Grundsätzlich empfiehlt der NABU für die Fütterung ein so genanntes Futtersilo, weil darin das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt ist. Außerdem wird im Silo im Gegensatz zu den offenen Futterhäuschen die Verunreinigung durch Vogelkot verhindert. Mit speziellem Vogelfutter für wildlebende, Körner fressende Gartenvögel aus dem Handel können gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Silo gelockt werden.

Weichfutterfressern, wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle kann man eine Zeit lang mit Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. In kleinen Holzgestellen lassen sich zum Beispiel Äpfel feststecken. Für Meisen schließlich sind die bekannten Meisenknödel oder -ringe sowie Drahtbehälter mit Erdnüssen das richtige Angebot. Besonderes Augenmerk sollte auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden. Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der allergieauslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt.

Rotkehlchen

Rotkehlchen

Eine Ganzjahresfütterung hilft nur wenigen häufigen Arten und nur den Altvögeln, da die Jungen, selbst die Körnerfresser, eiweißreiches Lebendfutter, also Insekten und Würmer benötigen. Nur damit können die Jungen gesund heranwachsen.

Wer übrigens glaubt, dass die Vogelfütterung ein Beispiel für angewandten Naturschutz ist, der irrt. An den Futterhäuschen in Städten und Dörfern finden sich selten mehr als 10 bis 15 Vogelarten ein, vor allem Meisen, Finken, Rotkehlchen und Amseln. Diese Arten weisen meist stabile Bestände auf und sind in der Regel nicht gefährdet.

Buntspecht am Meisenknödel

Buntspecht

Mit Ausnahme des Haussperlings erreicht die Vogelfütterung also vor allem häufige, dagegen aber nur äußerst selten bedrohte Vögel. Vorrangig für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung von vielfältigen, naturnahen Lebensräumen. Oftmals mangelt es unseren gefiederten Freunden an Brutmöglichkeiten, natürlichen Nahrungsquellen und Verstecken. Nistkästen am Haus, auf dem Balkon oder im Garten bieten beispielsweise Mauersegler, Blau- und Kohlmeise, Hausrotschwanz und anderen Vögeln ganz schnell eine zusätzliche Brutmöglichkeit. Die Kästen sollten schon jetzt im Winter aufgehängt werden, denn viele Vögel beginnen früh mit ihrer Suche nach einem geeigneten Brutplatz, andere suchen die Kästen zum Übernachten auf. Im Garten lassen sich darüber hinaus Hecken und Gebüsche aus heimischen Sträuchern wie Weißdorn, Roter Hartriegel und andere anlegen. Darin finden unsere Singvögel zum einen Unterschlupf und Schutz vor Räubern, zum anderen können sie sich im Herbst an dem reichhaltigen Beerenangebot laben.

Spatzen am Meisenknödel

Spatzen

Weitergehende Tipps und Informationen zur Vogelfütterung, Futtersilos und das richtige Vogelfutter sowie eine breite Auswahl an Nistkästen sind im NABU-Infozentrum, Klaus-Groth-Straße 21, 20535 Hamburg-Borgfelde (Öffnungszeiten: Di & Mi 14-17 Uhr, Do 14-19 Uhr) und im Infohaus Duvenstedter Brook, Duvenstedter Triftweg 140 (Öffnungszeiten: April bis Oktober von Di bis Fr 14 bis 17 Uhr, Sa 12 bis 18 Uhr sowie So und feiertags 10 bis 18 Uhr und im November Sa 12 bis 16 Uhr, So und feiertags 10 bis 16 Uhr) erhältlich.

Verwandte Themen

Die 35 häufigsten Wintervögel und „Spezialfälle“ auf einen BlickVon der Amsel bis zum Zaunkönig

Zu „Stunde der Wintervögel“ stellt der NABU 35 Arten vor. Neben den häufigsten Arten am Futterhäuschen werden auch sogenannte Invasionsvögel porträtiert, die in manchen Wintern in großer Zahl aus Skandinavien und Sibirien zu uns ziehen. mehr Mehr

Mitglied werden

 

NABU Regional

NABU Hamburg NABU.de

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen

 

Service

E-Cards

E-Cards zum 100-jährigen Jubiläum vom NABU Hamburg

E-Cards

Podcasts

m November 2007 startet der Podcast der NABU. Das heißt, ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Nicht nur Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.

NABU Podcast zum Hören

Kuckucks-Desktopmotiv

Klassisch oder interaktiv mit Active Desktop! Mit dem Bild zum Vogel des Jahres 2008 gibt es jetzt auf Wunsch auch täglich aktuelle NABU-News und Termine direkt auf dem Desktop.

Desktopmotive

NABU-Netz

Das gemeinsame Netzwerk für alle Aktiven in NABU, NAJU und LBV

NABU-Verbandsnetz