Hamburg.NABU.de Themen Umwelthauptstadt 2011
Bilanz Umwelthauptstadt Hamburg 2011
Bilanz Umwelthauptstadt Hamburg 2011
Hamburgs Umweltverbände: ein guter Ansatz wurde verspielt!
Green Capital Hamburg - es gibt für den Senat noch viel zu tun, um dem Titel gerecht zu werden.
08. Dezember 2011 -
Anfang Dezember 2011 zog die Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative, kurz UHU-Initiative, Bilanz des Jahres 2011, in dem Hamburg den Titel „European Green Capital“ getragen hat. Neben einigen positiven Aspekten sehen die Umweltverbände in diesem Jahr vor allem viele verpasste Chancen in den Bereichen Natur- und Umweltschutz sowie nachhaltiger Verkehr.
Umwelthauptstadt
Umwelthauptstadt Hamburg - ein guter Ansatz wurde verspielt!
„Es war zwar nicht der gegenwärtige Senat, der sich für die Auszeichnung als Umwelthauptstadt beworben hat“, zieht Alexander Porschke, Sprecher der UHU-Initiative und Vorsitzender des NABU Hamburg Bilanz. „Aber er hat bei der Umsetzung keine gute Figur gemacht. Um es klar zu sagen: Ein derart schwaches Bild im Natur- und Umweltschutz hat Hamburg nicht verdient.“ Die Stadtoberen hätten sich in dem Titel „Umwelthauptstadt Hamburg“ gesonnt, aber nichts getan, um Hamburg im Umweltbereich wirklich weiter zu bringen – im Gegenteil: „In vielen Bereichen wurde zurück gerudert“, ist Dr. Hans-Helmut Poppendieck, Vorsitzender des Botanischen Vereins, verärgert. „Wir Hamburger Umweltverbände haben deutlich gespürt, dass dem Senat im Gegensatz zu den Hamburger Bürgern das Engagement für die Umwelt nicht wirklich am Herzen liegt.“ Unter dem Strich habe der Titel „Umwelthauptstadt Hamburg“ dem Natur- und Umweltschutz viel weniger gebracht als er versprochen hat. Susanne Elfferding, Vorstand des ADFC Hamburg: „Andere Städte können eines von Hamburg lernen: Den Titel Umwelthauptstadt sollten sie nicht im Feuerwerk der Events verpuffen lassen, sondern ihn im Gegensatz zu Hamburg für reale Fortschritte nutzen!“
Naturschutz
Naturschutz darf nicht nur auf dem Papier, sondern muss auch in der Praxis der Hamburger Verwaltung stattfinden!
Die Verbände richten sich unter anderem gegen die Demontage von Natur- und Umweltschutz in den Bezirken. Porschke: „Die Auflösung der Naturschutzreferate in den Bezirken hat die Effektivität des Naturschutzes in Hamburg entscheidend geschwächt. Das Forstamt bei der Wirtschaftsbehörde zu belassen, zeugt ebenfalls von keinerlei Einsicht in die Funktionen des Waldes.“ Seiner Ansicht nach gehört die zentrale Forstverwaltung in die Umweltbehörde. Die UHU-Initiative kritisiert außerdem, dass der Natur- und Umweltschutz in der Landschaftsplanung nicht ausreichend berücksichtigt wird. Eine verstärkte Bautätigkeit brauche eine kluge, zentrale und aufs Ganze bezogenen Planung der Stadtentwicklung, so der UHU-Sprecher. Diese sei jetzt aber kaum noch möglich: „Die Landschaftsplanung wird größtenteils an die Bezirke delegiert. Die wenigen Mitarbeiter, die in der BSU verbleiben, sind nahezu handlungsunfähig.“
Enttäuschend war aus Sicht der Verbände außerdem das scheinheilige Engagement des Senats für den Baumschutz. Poppendieck: „Die vom neuen Senat offensichtlich als eigener Beitrag gemeinte Aktion zur Sammlung von Geld für zusätzlichen Baumersatz „Mein Baum – meine Stadt“ offenbart das problematische Verständnis im Rathaus.“ Denn die verstärkte Pflanzaktion im Umwelthauptstadtjahr wird die Verluste der Vergangenheit nicht ausgleichen können. „Der Senat schmückt sich hier mit fremden Federn“, meint Poppendieck. „Die vielen hundert Bürger, die zusätzlich zu ihren Steuern großzügig gespendet haben, haben damit deutlich gemacht, dass sie mehr Einsatz für Hamburgs Umwelt sehen wollen.“ Ihnen verspricht der Senat, „großzügig“ den gleichen Betrag für einen gepflanzten Baum dazu zu legen. Tatsächlich hat der Senat jedoch nur Mittel aus dem Klimaschutzetat in den Baumpflanzetat umgeschichtet, ohne zusätzliches Geld einzusetzen.
Verkehr
Um das Radfahren attraktiver zu machen, sind der Ausbau von Velorouten und die Anlage von Radfahrstreifen notwendig.
Einen eklatanten Mangel sieht die UHU-Initiative bei dem Engagement des Senats für die Stärkung des Radverkehrs in Hamburg. Elfferding: „Wir hatten vom SPD-Senat das konsequente Vorantreiben der ´Radverkehrsstrategie für Hamburg´ erwartet.“ Für den Radverkehr hätte das vor allem den Ausbau von mindestens drei Velorouten und die Anlage von mindestens 50km neuer Radfahrstreifen, in erster Linie auf den Hauptverkehrsachsen der Stadt, bedeutet. “Begleitend dazu sollte die Stadt offensiv mit einer Kampagne ´Pro Rad´ mehr Hamburgerinnen und Hamburger für den Umstieg hin zur umweltfreundlichen Mobilität begeistern“, so Elfferding. Das würde zusammen mit einer Entschleunigung des Autoverkehrs nicht nur eine echte Chancengleichheit und Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle unabhängig von Einkommen und Alter bedeuten, sondern der Stadt auch helfen, eine Millionenstrafe aufgrund der Nichteinhaltung der Luftreinhaltungsrichtlinie zu vermeiden. Dadurch, dass die Planungen für die Stadtbahn eingestellt und sowohl Citymaut als auch Umweltzone mit einem Denkverbot belegt wurden und die Öffentlichkeitsarbeit zu wenig sichtbar ist, ist die Stadt meilenweit von einer zeitgemäßen Verkehrswende entfernt. Die UHU-Initiative kritisiert außerdem, dass die Landstromversorgung für Kreuzfahrschiffe nicht vorangetrieben wird. „Dies ist eine zukunftsblinde Umweltpolitik des Hamburger Senats im Jahr der Umwelthauptstadt“, erklärt Elfferding.
Als „überwiegend positiv“ bewertet dagegen die UHU-Initiative den Zug der Ideen, wenn auch darin die Anliegen der Umweltverbände nicht angemessen repräsentiert waren, die Einbeziehung unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure, das Engagement der Bürger sowie die intensivierte Zusammenarbeit der Umweltverbände. „Doch für eine ambitioniert gestartete Umwelthauptstadt Hamburg ist das einfach zu wenig und geht nur marginal über PR hinaus“, so Alexander Porschke abschließend. „Unsere Stadt hat hier eindeutig einen guten Ansatz verspielt!“
In der UHU-Initiative arbeiten der NABU, der ADFC, der Naturschutzverband GÖP, der Botanische Verein, die Naturwacht und der VCD zusammen.
![]() |
UHU-Bilanz zur Umwelthauptstadt Hamburg 2011 - Langversion
|
|
![]() |
UHU-Bilanz zur Umwelthauptstadt Hamburg 2011 - Tabellarische Übersicht
|
|
Umweltschutz in Städten voranbringen
Internationaler Workshop in Hamburg war der Startschuss
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Workshops
12. September 2011 -
Aus acht Staaten Europas waren Natur- und Umweltschutz-Engagierte am zweiten Septemberwochenende in die europäische Umwelthauptstadt 2011 Hamburg gekommen, um Erfahrungen über nachhaltige Mobilität, Natur- und Umweltschutz in Städten auszutauschen. Die Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände Initiative (UHU-Initiative), zu der u.a. der NABU Hamburg und der ADFC Hamburg gehören, hatte die Vertreter aus Natur- und Umweltschutzverbänden von St. Petersburg bis Portugal nach Hamburg eingeladen. Karl Falkenberg, der europäische Generaldirektor Umwelt, und Staatsrat Lange aus der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt begrüßten die Teilnehmenden der internationalen Konferenz.
Staatsrat Lange würdigte das Engagement der Umweltverbände und Generaldirektor Falkenberg gab einen Ausblick auf die bisher gemachten Erfahrungen mit dem Green Capital-Konzept. Der Gesamtwettbewerb soll künftig an zwölf Kriterien ausgerichtet werden und es soll in allen Kriterien jeweils eine „beste Stadt“ bestimmt werden, damit das Auswahlverfahren etwas transparenter wird. Er betonte außerdem, dass es der EU-Kommission wichtig sei, dass die im Rahmen der Bewerbung abgegebenen Versprechen auch gehalten werden.
Ausgangspunkt der Konferenz war die Tatsache, dass in Europa inzwischen 80% der Menschen in einem städtisch geprägten Umfeld leben und dass sich der Natur- und Umweltschutz in Städten deutlich von den notwendigen Maßnahmen im ländlichen Raum unterscheidet. Dieser Umstand hatte dazu geführt, dass die Europäische Kommission den Wettbewerb um die Europäische Umwelthauptstadt (European Green Capital) ausgeschrieben hat. Stockholm und Hamburg haben diesen Titel für die Jahre 2010 und 2011 gewonnen. Im Jahr 2012 geht die Auszeichnung in die baskische Stadt Vitoria Gasteiz in Spanien, 2013 darf sich die Stadt Nantes in Frankreich mit dem Titel schmücken. Aus allen vier Umwelthauptstädten waren Delegierte der dortigen Verbände nach Hamburg gekommen, um Erfahrungen auszutauschen und ganz konkret voneinander zu lernen.
Stockholm
Best Practice, also die beste Verwirklichung von Maßnahmen für nachhaltige Mobilität, Natur- und Umweltschutz in Städten war eines der Schlüsselworte in den Diskussionen des Wochenendes.
- In Stockholm gibt es z.B. die sogenannte „Gedrängelsteuer“, bei uns als „City Maut“ bekannt, die den Autoverkehr um mehr als 20 % verringert und damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz geleistet hat.
- In Brüssel, wo die Abwasserreinigung nicht einmal die Vorgaben des europäischen Rechts erfüllt, war der erste autofreie Tag so erfolgreich, dass es inzwischen jedes Jahr zwei großflächige autofreie Tage gibt, die von der Bevölkerung sehr gut angenommen werden.
- Hamburgs StadtRad-System hat sich zum erfolgreichsten Fahrradverleihsystem Deutschlands entwickelt. Auch die Wasserver- und Abwasserentsorgung kann sich im europäischen Vergleich sehen lassen.
- Die Kampagne „Hauptstadt der Biodiversität“ der Deutschen Umwelthilfe hat eine ganze Reihe von hervorragenden Maßnahmen zusammengetragen, die dem Natur- und Artenschutz in Städten dienen.
Ein auffälliges Merkmal der Diskussion war, dass wir Verbände oft die guten Beiträge der eigenen Stadt zu nachhaltiger Mobilität, Natur- und Umweltschutz eher gering schätzen. Das mag an unserer Rolle als Mahner für Verbesserungen liegen, führt aber gelegentlich auch dazu, dass wir eigene Erfolge unterschätzen. Demgegenüber hatten die Teilnehmer großes Interesse an Best-Practice-Maßnahmen in anderen Städten, die sie gerne auch in ihren eigenen Städten sehen würde und deren Verwirklichung der Beweis dafür ist, dass wirkliche Verbesserun¬gen möglich sind.
Das Verhältnis der Stadtverwaltungen zu den lokalen Verbänden war daher ein besonders interessantes Thema. Während die Stadtverwaltungen vor allem ihre Erfolge präsentieren wollen, zeigen die Verbände vor allem auf die Defizite. Die daraus entstehende Spannung wird in jeder Stadt anders gehandhabt.
In Stockholm hatte sich die Stadtverwaltung kaum für eine Zusammenarbeit mit der dortigen Naturschutzorganisation interessiert, obwohl diese ca. 38.000 Mitglieder hat. In Hamburg hat die UHU-Initiative einen Weg zwischen den Extremen „Abwendung und Boykott“ einerseits oder „Vereinnahmung für den Status quo“ andererseits gesucht. Auf das Konzept in Vitoria Gasteiz, der nächsten europäischen Umwelthauptstadt, sind deshalb alle gespannt.
Aufgrund der positiven Anfangserfahrung soll versucht werden, die internationale Zusammenarbeit unter den städtischen Mobilitäts- und Umweltverbänden auszubauen. Dazu gehört der genauere Informationsaustausch über gute Beispiele und die Beiträge, die die Verbände dazu geleistet haben. Das soll sowohl über den Aufbau eines Informationsangebotes erfolgen als auch über jährliche Treffen, die für die nächsten beiden Jahre in den jeweiligen Umwelthauptstädten angestrebt werden.
Umwelthauptstadt mit falschen Versprechungen?
NABU fordert von Bürgermeister Olaf Scholz Kompensation für falsche Angaben zum Klimaschutzbeitrag und für die Absage an die Stadtbahn
Mit der Stadtbahn hat sich Hamburg für den Titel Umwelthauptstadt 2011 beworben - und diesen bekommen. Nun hat der Senat dieses Projekt gestoppt.
15. April 2011 -
Der NABU hat sich in einem Brief an den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz gewandt, um zu vermeiden dass Hamburg vorgehalten werden kann, den wichtigen Titel „Europäische Umwelthauptstadt 2011“ aufgrund von falschen Angaben und mit nachträglich gebrochenen Versprechungen erhalten zu haben. Denn zum einen sei der Kohlendioxidausstoß stärker gestiegen als erwartet, zum anderen habe der Bürgermeister das versprochene Stadtbahnprojekt „beerdigt“, so der NABU. Der Umweltverband fordert dafür nun vom Senat Kompensationen.
„Die Aussage in seiner Regierungserklärung, Olaf Scholz und sein Senat würden Hamburg als Umwelthauptstadt fest etablieren, wollen wir jetzt inhaltlich gefüllt sehen“, sagt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. „Denn wenn der Erste Bürgermeister das in der Bewerbung Hamburgs um diesen Titel für 2012 versprochene Stadtbahn-Projekt nicht umsetzen will, muss er für angemessenen Ersatz sorgen.“ Außerdem veröffentlichte das Statistische Landesamt im Juli 2010, dass auch die Angaben zu den CO2-Emissionen nach oben korrigiert werden mussten. Porschke: „Wir möchten jetzt gerne wissen, was Hamburg dafür tun will, diese nachträglichen Veränderungen der Bewerbungsunterlagen zu kompensieren. Sollte Olaf Scholz dazu jetzt keine tragfähigen Vorschläge machen, droht ein großer Imageschaden für unsere Stadt.“
Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz muss jetzt seine eigene Entscheidung zur Stadtbahn kompensieren!
In der Begründung der Jury heißt es u.a. „Hamburg hat in den vergangenen Jahren große Leistungen erbracht und auf der ganzen Bandbreite exzellente Umweltstandards erreicht. Die Stadt hat sehr ehrgeizige Pläne für die Zukunft, die zusätzliche Verbesserungen versprechen.“ Zu beiden Teilen dieser Begründung sind inzwischen Zweifel angebracht:
- Im Juli 2010 hat die Stadt ihre CO2-Bilanz korrigieren müssen, und erklärt dass die CO2-Emissionen der Stadt im Zeitraum 1990 bis 2007 nur um 15% und nicht wie bisher behauptet, und wie in den Bewerbungsunterlagen zur Umwelthauptstadt angegeben, um über 20% reduziert werden konnten.
- Die in den Bewerbungsunterlagen (Kapitel 3.2.3) für das Jahr 2012 versprochene Einführung einer Stadtbahn mit 40 km Netzwerk um bisher unterversorgte Stadtteile umweltgerecht an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen, wurde gerade in der Regierungserklärung des neuen Bürgermeisters zurück gezogen.
www.stadtbahnja.de
Stoppt das Artensterben!
UHU-Initiative: Naturschutzgebiete brauchen eine bessere Pflege
Das Naturschutzgebiet "Boberger Niederung" kann mangels Geld und unklarer Zuständigkeiten nicht ausreichend gepflegt werden
21. Januar 2011 -
Nach Ansicht der Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative, kurz UHU-Initiative, brauchen die Hamburger Naturschutzgebiete dringend eine bessere Pflege, um die dort zum Teil sehr seltenen Tiere und Pflanzen schützen zu können. Dieser Aufgabe kommen die Bezirke und die Stadt Hamburg in vielen Fällen mangels Klärung der Pflege- und Entwicklungsziele, Geld und Personal aber nicht nach, so die Umweltverbände GÖP und NABU. Sie fordern Senat und Parteien auf, hier dringend Abhilfe zu schaffen.
Alexander Porschke (NABU), Lena Schulz und Torben Piel (beide GÖP) setzen sich für eine bessere Pflege in den Hamburger Naturschutzgebieten ein (v.l.n.r.)
„Obwohl in Hamburg mehr als acht Prozent der Fläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, konnte das Artensterben in Hamburg bisher nicht gestoppt werden“, bemängelt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg und Sprecher der UHU-Initiative. „Wir können die Artenvielfalt aber nicht erhalten, wenn wir nicht auch die Lebensräume schützen.“ Doch fehle es in vielen Fällen an entsprechender Pflege der Naturschutzgebiete. Für die Hälfte gäbe es, so Porschke, nicht einmal Pflege- und Entwicklungspläne, die eine Voraussetzung für eine effektive Gestaltung der Gebiete sind. Viele bestehende Pläne seien darüber hinaus veraltet.
Am Beispiel des Naturschutzgebietes „Boberger Niederung“ verdeutlicht Torben Piel vom Naturschutzverband GÖP, was an Pflege und Entwicklung allein in diesem Gebiet offiziell geplant ist: „Um die Heide und ihre typischen Bewohner zu erhalten, müssen einzelne Flächen personalintensiv in Handarbeit von störendem Bewuchs befreit oder ganze Zonen mit schwerem Geräte bearbeitet werden. Würde der Fünfjahresplan konsequent umgesetzt, entstünden Kosten von etwa fünf Millionen Euro.“ Doch für die Pflege fehlten bei den Bezirken und der Stadt Fachpersonal und Finanzmittel. Deshalb fordern GÖP und NABU, die Mittel für den Naturschutz dringend aufzubessern.
Sanddünen in der Boberger Niederung bieten seltenen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum
„Darüber hinaus brauchen wir an den Schutzgebietsrändern dringend Pufferzonen, um negative Einflüsse auf die besonders wertvollen Flächen zu mindern, aber auch eine Vernetzung der einzelnen Gebiete. Nur so ist ein Austausch der Tier- und Pflanzenarten möglich“, sagt Porschke. Torben Piel fordert außerdem eine einheitliche Verwaltung der Naturschutzgebiete, sodass dort der Naturschutz eindeutig Vorrang vor anderen Nutzungen hat. Denn derzeit verteilen sich die Zuständigkeiten für die Hamburger Naturschutzgebiete auf die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie auf die Bezirke, während gleichzeitig die Naturschutzgebiete zur Liegenschaft, zum Amt für Natur- und Ressourcenschutz oder zum jeweiligen Forstamt gehören oder sich sogar in Privatbesitz befinden. Piel: „Da sind Konflikte vorprogrammiert, die meist zulasten des Naturschutzes ausgetragen werden!“
Porschke betont abschließend, dass die Naturschutzgebiete bei vielen Menschen beliebt sind, weil sie hier die Natur hautnah erleben können: „Die Schönheit der Natur und ihr Wert an sich, aber auch für uns Menschen, sind es auf jeden Fall wert, mehr in die Naturschutzgebiete zu investieren. Hamburg trägt eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Artenvielfalt. Dem muss die Politik endlich auch bei der Pflege und Entwicklung unserer Naturschutzgebiete gerecht werden!“
![]() |
UHU-Faltblatt "Naturschutzgebiete brauchen Pflege"
|
|
Umweltfortschritt statt Greenwashing!
NABU mahnt echte Verbesserungen im Umwelt- und Naturschutz an
Sieht so eine ökologische Stadtentwicklung aus?
14. September 2010 -
Der NABU Hamburg begrüßt das Vorhaben des Senats, die Auszeichnung Hamburgs als „Europäischer Umwelthauptstadt 2011“ für die Verbindung von Ökologie und Ökonomie in Hamburg zu nutzen. Der Umweltverband mahnt dafür aber substantielle Verbesserungen in vielen Bereichen in der Hansestadt an. Bloßes „Greenwashing“ dürfe Hamburg auf keinen Fall betreiben, so der NABU. Andernfalls leide die Glaubwürdigkeit.
„Ökologie und Ökonomie müssen so verbunden werden, dass der Respekt vor Umwelt- und Naturschutz Vorrang erhält und ökologische Fortschritte nicht länger aufgrund ökonomischer Interessen ausgebremst werden“, fordert Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. „Eine Versöhnung im Sinne des Minimalkonsenses reicht für eine zukunftsfähige Entwicklung nicht.“
Die Auszeichnung Hamburgs als europäische Umwelthauptstadt des kommenden Jahres bietet nach Ansicht des NABU viele Gelegenheiten zu zeigen, dass die Stadt sich nicht nur auf dem in der Vergangenheit erreichtem Umwelt-Status ausruht, sondern sie für reale Verbesserungen der Lage im Umwelt- und Naturschutz nutzt. „Wir werden darauf achten, dass die Europäische Umwelthauptstadt Fortschritte bringt und nicht zum bloßen Greenwashing verkommt“, betont Porschke.
![]() |
Pressemeldung des Hamburger Senats zum Start der Umwelthauptstadt vom 14. September 2010
|
|
Für einen besseren Biotopschutz
UHU-Initiative und Botanischer Verein fordern Hamburg zum Handeln auf
Dieses gesetzlich geschützte Biotop, ein Hafenpriel mit Auenwald, Tidenröhrichte und Süßwasserwatt wird durch diese Schuttablagerungen schrittweise zerstört.
14. September 2010 -
Die Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative, kurz UHU-Initiative, hat heute unter dem Motto „Für einen besseren Biotopschutz in der Umwelthauptstadt“ ihre Forderungen an die Stadtverwaltung vorgestellt, um den gesetzlich geschützten Biotopen in Hamburg wieder mehr Geltung zu verschaffen.
„Gesetzlich geschützte Biotope – das klingt sehr eindrucksvoll und man erwartet einen wirksamen Schutz und auch die notwendige Pflege dieser Lebensräume“, sagt Horst Bertram, 2. Vorsitzender des Botanischen Vereins. „Doch sind Theorie und Realität zwei verschiedene Paar Schuhe.“ Die UHU-Initiative hat heute an zwei ausgewählten Biotopen in Moorburg deutlich gemacht, unter welchen Gefährdungen sie leiden: Negatives Beispiel ist der alte Moorburger Anleger ein verschlickter Hafenpriel, der einerseits Auenwald, Tidenröhrichte und Süßwasserwatt beherbergt, andererseits aber von der Westseite her mit Schutt bedeckt wird. Auf einem weiteren geschützten Feuchtwiesen-Biotop wurde eine Baustelle eingerichtet, ohne dass die zuständige Behörde benachrichtigt wurde.
Zum Hintergrund: Das Bundesnaturschutzgesetz schützt Lebensräume von besonderer Wichtigkeit für Pflanzen und Tiere auch außerhalb von Naturschutzgebieten als „gesetzlich geschützte Biotope“ – und das ohne besondere Verordnung. Allein die Naturausstattung entscheidet darüber, ob ein Lebensraum ein geschützter Biotop ist. Zuständig dafür ist in Hamburg die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Diese Biotope sind oft klein, und es gibt viele von Ihnen in Hamburg. „Die Naturschutzverwaltung ist mit der Vielzahl weit gestreuter Flächen überfordert“, beklagt Bertram. „So ist es kein Wunder, dass Biotope leicht unter die Räder kommen. Naturschutzverbände werden darüber hinaus bei einer Aufhebung des Schutzes nicht mehr beteiligt.“ Die UHU-Initiative möchte erreichen, dass „gesetzlich geschützte Biotope“ von der hamburgischen Verwaltung und von öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel der Hamburg Port Authority, zunächst einmal wieder wahrgenommen und im zweiten Schritt berücksichtigt werden. Außerdem sieht die UHU-Initiative Hamburg in der Pflicht, die Grundbesitzer und die Öffentlichkeit besser zu informiert und das Naturschutz-Fachpersonal dafür zu verstärken. Horst Bertram: „Die gesetzlich geschützten Biotope dürfen in einer Umwelthauptstadt nicht länger stiefmütterlich behandelt werden.“ Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg und Sprecher der UHU-Initiative ergänzt: „Wir wollen erreichen, dass Hamburgs Auszeichnung zu tatsächlichen Umwelt-Verbesserungen führt. Städtisches ´Greenwashing´ werden wir nicht zulassen. Deshalb muss die Stadt auch für besseren Biotopschutz tätig werden.“
![]() |
UHU-Flyer "Für wirksamen Biotopschutz"
|
|
Für eine vogelfreundliche Umwelthauptstadt
NABU und UHU-Initiative fordern Hamburg zum Handeln auf
13. Juli 2010 - Der NABU und die Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative, kurz UHU-Initiative, stellten heute unter dem Motto „Für eine vogelfreundliche Umwelthauptstadt“ ihre Forderungen an die Stadtverwaltung und Handlungsempfehlungen für Hamburgs Bürger und Bürgerinnen vor, um den z. T. bedrohten Vögeln in Hamburg zu helfen. Das Papier ist im Rahmen der Aktivitäten der Umweltverbände entstanden, die Hamburg als europäische Umwelthauptstadt 2011 konstruktiv-kritisch begleiten wollen.
Die Bestände der Haussperlinge haben in Hamburg seit Jahren abgenommen.
„Vogelarten, die an Gebäuden brüten wie der Spatz und der Mauersegler, waren früher in Hamburg häufig zu sehen“, sagt Sven Baumung, Vogelkundler des NABU Hamburg. „Leider haben ihre Bestände in den letzten Jahren aber massiv abgenommen. Schuld daran sind glatte Fassaden und das Verschließen von Spalten und Zugängen bei der notwendigen Wärmedämmung.“ Baumung beruft sich dabei auf die seit Jahrzehnten ermittelten Daten des Arbeitskreises an der Staatlichen Vogelschutzwarte. Diese verdeutlichen auch einen Negativtrend bei Arten in Hamburgs Parks, Gärten und Grünflächen. „Hier können immer weniger Gebüschbrüter wie die Singdrossel und die Nachtigall wohnen“, so der NABU-Vogelexperte. „Denn diese Arten brauchen heimische Gehölze mit ruhigen geschützten Brutplätzen und ein ausreichendes Nahrungsangebot.“ Dies fehle aber oftmals. Bedroht sind außerdem Hamburgs Wiesen und Weiden. Sie sind Lebensraum seltener Wiesenvogelarten wie Kiebitz und Feldlerche. „Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, durch Entwässerung und durch Bebauung wird dieser Lebensraum zunehmend zerstört“, stellt Baumung fest.
Nach Ansicht des NABU ist es daher jetzt Zeit umgehend zu handeln. Alexander Porschke, 1.Vorsitzender des NABU Hamburg und Sprecher der UHU-Initiative: „Unser Appell richtet sich an zwei Akteure in der Stadt, nämlich an die Verwaltung und an die Bürger und Bürgerinnen.“ Von der Stadtverwaltung fordert er beispielsweise, dass bei der Erteilung von Baugenehmigungen auf den Erhalt oder zumindest auf den Ersatz von Nistmöglichkeiten an Gebäuden geachtet wird. Grünanlagen müssten extensiver gepflegt und naturnäher gestaltet werden, ebenso die Forstflächen, in denen auch abgestorbene Bäume erhalten bleiben sollten. Feuchte Wiesen und Weiden müssten unbedingt erhalten und geschützt werden. Des Weiteren fordert der NABU eine naturverträgliche Straßenbeleuchtung, die die Insekten schont und damit den Vögeln und Fledermäusen hilft.
Für Mauersegler lassen sich auch an gedämmt Häusern leicht Nistmöglichkeiten schaffen.
Was Hamburgs Bürger und Bürgerinnen für die Vögel tun können, demonstriert im NABU-Naturgarten Michael Kasch, 2. Vorsitzender des NABU Hamburg: „Wir haben unseren Schaugarten naturnah gestaltet und mit Sträuchern, Stauden, Gräsern und Blumen bepflanzt, die Nahrung für Insekten und Vögel liefern.“ Eine Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Anbringen von Nistkästen helfe ebenfalls den Vögeln. Kasch: „Vogelfreunde sind herzlich zu unseren Tagen der offenen Tür eingeladen. Wir zeigen ihnen an praktischen Beispielen gerne, wie sie den Vögeln in unserer Stadt mit einfachen Mitteln helfen können.“ Dass im Garten kein Gift verwendet wird, verstehe sich dabei von selbst. Denn Gift töte Insekten, die Nahrung vieler Vögel sind. Damit auch in Grünanlagen Vögel in Ruhe, vor allem am Boden, brüten können, bittet der NABU die Hundebesitzer, dort ihre Hunde unbedingt anzuleinen.
„Es ist gar nicht so schwer, in der Stadt etwas für unsere Vögel zu tun. Allein der Wille zählt. Und vor allem kann jeder mitmachen“, erklärt Porschke. „Wir wollen auf jeden Fall erreichen, dass Hamburgs Auszeichnung als Umwelthauptstadt zu tatsächlichen Umwelt-Verbesserungen führt. Städtisches ´Greenwashing´ werden wir nicht zulassen.“ In der UHU-Initiative arbeiten der NABU, der ADFC, der Naturschutzverband GÖP, der Botanische Verein, und die Naturwacht zusammen.
![]() |
UHU-Flyer "Für eine vogelfreundliche Umwelthauptstadt"
|
|
Der Naturgarten des NABU
Im Hamburger Stadtteil Alsterdorf, im Kleingartenverein Birkenhain, Parzelle 185 (an der Bebelallee), fünf Gehminuten vom U-Bahnhof Lattenkamp entfernt, liegt der Naturgarten des NABU. Er ist zeigt auf kleinem Raum verschiedene naturnahe Gestaltungselemente.
Mehr
Gartentipps
Hier finden Sie viele Themen und Tipps zur naturnahen Gartenpflege, zB über Wildblumen für Hummeln, Bienen & Schmetterlinge, Kleinstrukturen im Garten fördern Artenvielfalt, Der naturnahe Balkon, Laubfärbung uvm. Auch Rezepte für Wildfrüchte halten wir für Sie bereit.
Mehr
Europäische Umwelthauptstadt 2011
UHU-Initiative stellt Forderungskatalog für umweltfreundlichen Stadtverkehr vor
Die Stadt Hamburg soll neue Radfahrstreifen in einer Länge von mindestens 50 km Länge einrichten.
07. Mai 2010 -
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC Hamburg e.V.) und die Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative (UHU-Initiative) stellen heute unter dem Motto „Mehr Lebensqualität durch umweltverträglichen Stadtverkehr“ ihre Forderungen an den Hamburger Senat vor. Das Papier ist im Rahmen der Aktivitäten der Umweltverbände entstanden, die Hamburg als europäische Umwelthauptstadt 2011 konstruktiv-kritisch begleiten wollen.
„Mit der Radverkehrsstrategie hat der Senat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil bis 2015 auf 18 % zu steigern“, sagt Torsten Prinzlin, Vorstandsmitglied des ADFC Hamburg. „Die Umsetzung unserer Forderungen würde Hamburg einen großen Schritt auf diesem Weg voranbringen.“ Zum einen fordern die Verbände der UHU-Initiative, dass die Stadt neue Radfahrstreifen in einer Länge von mindestens 50 km dort einrichtet, wo sie Hochbordradwege ersetzen können. Des Weiteren sehen die Verbände die Notwendigkeit, dass endlich mindestens drei komfortable und schnelle Velorouten eingerichtet werden. “Lästig ist auch die oftmals unnötige Wartezeit an Ampeln“, erklärt Prinzlin. „Das macht das Radfahren in der Stadt unattraktiv. Hier muss der Senat sofort Abhilfe schaffen.“ Darüber hinaus müsse die Benutzungspflicht an allen Radwegen aufgehoben werden, die nicht der Verwaltungsvorschrift zur StVO entsprechen.
Neben diesen notwendigen Veränderungen in der Infrastruktur plädieren die Verbände auch für umfangreiche Maßnahmen, um das Radfahren in der Öffentlichkeit populärer zu machen. „Der Senat muss endlich aktiv und nachhaltig für das Radfahren werben, um den Radverkehr in unserer Stadt zu steigern“, fordert der ADFC-Vorstand. “Dazu hatte sich der schwarz-grüne Senat bereits bei seinem Amtsantritt 2008 verpflichtet.“ So soll der Senat ein behördenübergreifendes Gremium „Pro Fahrrad“ ins Leben rufen und den Dialog zwischen Fachleuten, interessierten Bürgern und Verbänden durch geeignete Veranstaltungen intensivieren. Nicht zuletzt sollten Hamburgs Senatorinnen und Senatoren öfter den Dienstwagen stehen lassen und per Pedalkraft zu ihren Terminen kommen, um die Auswirkung ihrer Radverkehrspolitik praktisch zu „erfahren“.
Die Forderungen zum Radverkehr sind die ersten einer ganzen Reihe von Forderungspaketen, die die UHU-Initiative im Laufe des Jahres noch vorlegen will. „Wir wollen erreichen, dass Hamburgs Auszeichnung zu tatsächlichen Umwelt-Verbesserungen führt. Städtisches ´Greenwashing´ werden wir nicht zulassen.“ erklärt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg und Sprecher der UHU-Initiative. In der UHU-Initiative arbeiten der NABU, der ADFC, der Naturschutzverband GÖP, der Botanische Verein, und die Naturwacht zusammen.
![]() |
UHU-Flyer "Für eine fahrradfreundliche Umwelthauptstadt"
|
|
Initiative zur Umwelthauptstadt gegründet
Umweltverbände präsentieren „Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative“ (UHU-Initiative) der Öffentlichkeit
Der grüne Schein trügt: Hamburg muss sich viel stärker für den Umwelt- und Naturschutz einsetzen.
12. Oktober 2009 -
Im Februar 2009 wurde auf europäischer Ebene entschieden, dass Hamburg sich im Jahre 2011 mit dem Titel „European Green Capital“ im Sinne von „Europäische Umwelthauptstadt“ profilieren darf. Der NABU Hamburg hat sich deshalb mit anderen Umweltverbänden zusammen getan und die „Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative“ (UHU-Initiative) gegründet. Ziel des Bündnisses ist die konstruktiv-kritische Begleitung der Aktivitäten der Stadt. An der Initiative beteiligen sich neben dem NABU der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der Botanische Verein, der Naturschutzverband GÖP und die Naturwacht. Die Initiative hat sich mit der Auszeichnung befasst und dazu entschlossen, sich in diesem Zusammenhang durch konkrete Forderungen und eigene Aktivitäten für Fortschritte im Umwelt- und Naturschutz Hamburgs zu engagieren. Dabei übt sie deutliche Kritik an Natur und Umwelt belastenden Entscheidungen der Vergangenheit, damit im Bereich der Umweltpolitik grundlegende Änderungen stattfinden und der Titel nicht zu einer leeren Worthülse wird.
Alexander Porschke, Ansprechperson für die UHU-Initiative und NABU-Vize erklärte: „Wir wollen die EU-Auszeichnung als Chance dafür nutzen, Hamburg beim Umwelt- und Naturschutz voran zu bringen. Die Erfolge der Vergangenheit zeigen nämlich, dass sich der Druck der Umweltverbände gelohnt hat.“
Torsten Prinzlin, stellvertretender Vorsitzender des ADFC Hamburg erklärte: „Der Titel Umwelthauptstadt verpflichtet Hamburg, richtungsweisende Lösungen zu präsentieren. Der Senat muss endlich die vielen Chancen ergreifen, den Verkehr umweltgerechter und nachhaltiger zu gestalten.“
Torben Piel, Projektleiter bei der GÖP erklärte: „Durch die Aufstellung eines Kataloges mit kurzfristig umsetzbaren Biotopaufwertungsmaßnahmen könnte ein transparenter Maßstab für die Integration des Themas „Naturschutz“ geschaffen werden.“
Horst Bertram, 2. Vorsitzender des Botanischen Vereins, forderte „die Entmachtung des amtlichen Naturschutzes rückgängig zu machen, um Hamburgs Landschaft und Natur langfristig zu sichern.“
Frank Röbbelen, Vorstandsmitglied der Naturwacht, erklärte: „Die weiter fortschreitende Bestandsabnahme vieler Pflanzen- und Tierarten macht deutlich, dass der Naturschutz seiner Aufgabe zur Zeit nicht gerecht werden kann. Um den Artenrückgang tatsächlich zu stoppen, bedarf es stärkerer Anstrengungen und allgemein einer größeren Rücksicht gegenüber der Natur."
Die Initiative wird bis auf weiteres über die NABU-Geschäftsstelle im Haus der Zukunft, Osterstraße 58, Tel.: 040 / 69 70 89 0 und die eMail: uhu@hamburg.de erreichbar sein.

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
m November 2007 startet der Podcast der NABU. Das heißt, ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Nicht nur Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Kuckucks-Desktopmotiv
Klassisch oder interaktiv mit Active Desktop! Mit dem Bild zum Vogel des Jahres 2008 gibt es jetzt auf Wunsch auch täglich aktuelle NABU-News und Termine direkt auf dem Desktop.
Verbandsnetz
Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?
