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Gewässernachbarschaftstage

Gewässernachbarschaftstag am Jenfelder Bach

NDR 90,3 berichtete am 25.7.2009

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Gewässernachbarschaftstage

Helfen Sie mit, Hamburgs Gewässer wieder naturnah zu gestalten!

arbeitskette

Gemeinsam aktiv für bessere Bäche

Bei Gewässernachbarschaftstagen können Sie aktiv werden, um mehr Lebensraum in unseren Stadtbächen schaffen.

Die meisten unserer Stadtgewässer sind für ihren normalen Wasserabfluss viel zu breit angelegt. Natürliche Bachbettstrukturen und Materialien wie Kies und Totholz fehlen. Viele kleinere Abstürze und Sohlschwellen erschweren die Wanderbewegungen von Fischen und Wasserlebewesen.

Mit ehrenamtlicher Arbeitskraft lassen sich die Lebensraumstrukturen in den Stadtbächen abschnittsweise und Schritt für Schritt aufwerten. Solche Einsätze nennen wir Gewässernachbarschaftstage.

Üblicherweise stellt das Bezirksamt die Materialien, den Einbau übernehmen wir in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern.

Schon 2006 begannen wir die Zusammenarbeit mit fünf Hamburger Bezirken. Seit 2008 finden mindestens zwei Gewässernachbarschaftstage pro Bezirk und Jahr statt! Dank der Unterstützung zahlreicher Mitstreiter haben sich die Gewässernachbarschaftstage zu einer richtigen Institution in Hamburg entwickelt.

14 Mal für Hamburgs Gewässer

NABU hat 2008 mit einfachen Mitteln mehr Natur an Hamburgs Gewässer gebracht und fordert nun den Senat zu mehr Gewässerschutz auf

raakmoorgraben061007

18. Dezember 2008 - Im Rahmen des Projektes „Gewässernachbarschaftstage für Hamburg" haben der NABU Hamburg, ehrenamtliche Naturschützer und Anwohner in diesem Jahr in vierzehn Einsätzen im gesamten Stadtgebiet Bachläufe naturnäher gestaltet. Ohne hohen finanziellen Aufwand, aber mit umso größerem Engagement haben die Aktiven beispielsweise neue Lebensräume im Ufer- und Sohlbereich der Bäche geschaffen oder Wanderhindernisse für Fische und Kleinstlebewesen beseitigt. Jetzt sei es an der Stadt Hamburg den Ball aufzunehmen und ihrerseits entsprechend den Vorgaben der Europäischen Union den Zustand der Hamburger Gewässer deutlich zu verbessern, fordert der NABU. Der Verband kritisiert deutlich die ab 22. Dezember ausliegenden Bewirtschaftungspläne für Hamburgs Gewässer als ungenügend.

„Mit den Gewässernachbarschaftstagen ist trotz der im Stadtgebiet vorhandenen Einschränkungen eine nachhaltige Verbesserung des ökologischen Zustandes an einzelnen Gewässern gelungen", freut sich Berhard Riggers, Vorsitzender der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, die das Projekt aus Mitteln der Bingo Lotterie unterstützt. „Darüber hinaus haben die Akteure damit in der Öffentlichkeit und bei Anwohnern Bewusstsein für den so dringend notwendigen Gewässerschutz geschaffen.“ Tobias Ernst, der 2008 für den NABU Hamburg die Gewässeraktionen organisierte, bedankt sich für die große Unterstützung: „Viele Anwohner, die Jugendfeuerwehren in Fuhlsbüttel und Niendorf, die Gartengemeinschaft Neugrabener Moor und der Rückenwind e.V. haben über 100 Tonnen Kies und Geröll verbaut, Strömungslenker installiert, Ersatzauen geschaffen und etliches mehr für die Gewässer erreicht. Ohne diese Hilfe wären die Gewässernachbarschaftstage in solch einem Umfang nicht möglich gewesen." Mit diesem Projekt haben die Naturschützer an ausgewählten Hamburger Gewässern einen substanziellen Beitrag zur Erreichung des „guten ökologischen Zustandes" geleistet, den die Europäische Union (EU) mit ihrer Wasserrahmenrichtlinie von ihren Mitgliedsländern bis 2015 fordert. Ziel der EU ist es, Bäche nicht mehr nur als reine Vorfluter zur Abführung des Regenwassers zu nutzen, sondern zumindest in Abschnitten wieder naturnah zu gestalten. „Politik und Verwaltung müssen jetzt mit einer schlagkräftigen Bewirtschaftungsplanung nachlegen", mahnt Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, an. „Die ab 22. Dezember ausliegenden Bewirtschaftungspläne sind allerdings ungenügend und reichen keinesfalls für einen effektiven Gewässerschutz in einer Großstadt wie Hamburg aus. Es bleibt völlig unklar, an welchen Stellen und in welcher Form die Stadt für Hamburgs Gewässer aktiv werden will!“

Kontakt
Eike Schilling, NABU-Referent für Gewässerschutz, Tel.: 040/69708913 oder 0178/1966374

Gewässernachbarschaftstage für Hamburg

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2008 unterstützt die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung das Projekt "Gewässernachbarschaftstage für Hamburg". Das ermöglicht unserer Projektleitergruppe für Gewässerrenaturierung 15 Einsätze in allen Bezirken Hamburgs vorzubereiten und durchzuführen.

Dabei wird es sicherlich auch einen Gewässernachbarschaftstag in der Nähe Ihres Stadtteils geben. Wenn Sie uns dabei helfen wollen, mehr Natur in der Stadt zu schaffen und bei praktischer Arbeit mehr über den Lebensraum Bach zu erfahren, freuen wir uns über Ihr Engagement. Die Termine der Einsätze finden sie hier.
Wenn Sie sich darüber informieren möchten, welche Einsätze bereits durchgeführt wurden, lohnt sich ein Besuch der Seite Presse und Veröffentlichungen.

Spezialisten gesucht !

sohlschwelle

Sohlschwelle im Raakmoorgraben

In vielen Bächen gibt es Sohlschwellen oder Uferbefestigungen, denen man mit einfachem Gerät nicht beikommt.

Um solche Wanderungshindernisse zurückbauen zu können, suchen wir dringend freiwillige Helfer, die mit einer Motorsäge umgehen können oder eine Erlaubnis zum Führen von Baumaschinen (Radlader, Kleinbagger) haben.

Wenn Sie ein solcher Spezialist sind und für Hamburgs Gewässer aktiv werden möchten, dann melden Sie sich bitte bei unserem Referenten für Gewässerschutz Eike Schilling ( 040/697089-13)

Mit aktiv dabei - die Unterstützer der Gewässernachbarschaftstage

Die Bäche Hamburgs liegen nicht nur den Naturschützern am Herzen. Folgende Institutionen und Gruppen unterstützen die Gewässernachbarschaftstage oder arbeiten aktiv bei den Einsätzen mit:


  • Im Rahmen des Projekts Naturarbeit hilft der Rückenwind e.V. bei der Renaturierung der Bäche.

  • Die Anglerfreunde Nord e.V. haben beim Gewässernachbarschaftstag 2007 am Osterbek mitgemacht. Ein Besuch der schönen Seiten lohnt sich!

  • Die Ortsgruppe Hamburg-Nord des THW entfernte beim Gewässernachbarschaftstag an der Schillingsbek betonierte Kaskadenabstürze aus dem Bachbett.

  • Durch die Information seiner Kleingartenverbände unterstützt der Landesbund der Gartenfreunde Hamburgs e.V. das Projekt Gewässernachbarschaftstage für Hamburg. Viele Kleingartenanlagen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft der Bäche.

  • Gleiches gilt für den Angelsportverband Hamburg e.V.. Obwohl die Einsätze an sich nicht in Gewässerstrecken stattfinden, die für den Angelsport interessant sind, wirken sich die Renaturierungen positv auf die Fischbestände aus.

Helfen Sie uns neue Mitstreiter zu gewinnen

Das Faltblatt "Werden Sie aktiv - Gewässer schützen, Natur erleben" (pdf-Datei, 1,2 MB) zeigt anschaulich, welche Verbesserungen durch Gewässernachbarschaftstage erreicht werden können.

Helfen Sie uns dabei, mehr Mitstreiter für die Gewässernachbarschaftstage zu finden und legen das Faltblatt in Ihrer Bücherhalle, Ihrem Lieblingscafé oder Ihrem Stadtteilzentrum aus.

Credits

vattenfall

2007 konnte das Projekt "Gewässernachbarschaftstage für Hamburg" mit Hilfe der Vattenfall Europe Umweltstiftung auf den Weg gebracht werden.

2008 wurde das Projekt von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert.

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