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Wedeler Marsch

Allgemeines

Naturraum im Einfluss der Gezeiten

Naturraum im Einfluss der Gezeiten

Die Elbe zählt zu den natürlichsten Flusslandschaften Europas. Von besonderer ökologischer Bedeutung ist der so genannte Ästuar, also jener Bereich der Elbmündung, der von den Tiden der Nordsee beeinflusst wird. Über Jahrtausende hat das ein- und ausströmende Wasser Priele, Inseln, Süßwasserwatten und feuchte Uferzonen an der Unterelbe geformt. Noch heute entstehen durch Sedimentablagerungen und Erosionen ständig neue Lebensräume für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten. mehr Mehr

Süßwasserwatt: Lebensraum für Spezialisten

Lebensraum für Spezialisten

Lebensraum für Spezialisten

Wattflächen entstehen durch den Einfluss von Ebbe und Flut. In einer Flussmündung steht Süßwasser unter Tideeinfluss - an der Elbe etwa von Glückstadt stromaufwärts bis zur Staustufe Geesthacht. Hier ist ein äußerst seltener Lebensraum entstanden: das Süßwasserwatt. Das der Wedeler Marsch vorgelagerte Fährmannssander Watt ist mit einer Länge von etwa fünf Kilometern und einer Breite von bis zu 800 Metern eines der größten Süßwasserwatten Europas. mehr Mehr

Marschwiesen

je feuchter, desto besser

je feuchter, desto besser

Die Marschwiesen der Unterelbe sind vom Menschen geprägte Kulturlandschaften. Auf den ersten Blick mögen sie fast ein wenig langweilig erscheinen: Ebene, relativ monoton wirkende Flächen, auf denen kaum ein Strauch steht. Doch sie haben es in sich, wenn sie nur feucht genug sind: Tatsächlich gehören Feuchtwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas mit vielfältigen ökologischen Nischen. Feuchte Senken wechseln sich ab mit kleinen, trockeneren Hügeln. Gräben, Zaunpfähle und Hochstaudenfluren prägen das Bild. mehr Mehr

Kleientnahmestelle

Ein Paradies für Vögel

Ein Paradies für Vögel

Ende der 1970er Jahre wurde die Wedeler Marsch trotz massiver Proteste des NABU und anderer Umweltverbände eingedeicht. Einziger Trost für die Naturschützer: Die für den Deichbau nötige Kleientnahmestelle wurde zu einem ökologischen Ersatzlebensraum für Wat- und Wasservögel gestaltet (Klei bezeichnet den schweren, tonhaltigen Marschboden). mehr Mehr

Auwälder

Einzigartig

Einzigartig

Unter dem Einfluss der Süßwassertide hat sich eine besondere, für Europa einzigartige Form des Auwalds entwickelt, der aus Weidengebüschen sowie unterschiedlichen Weich- und Harthölzern besteht. Einige Pflanzenarten der Krautschicht, die hier vorkommen, gibt es weltweit nur an der Tideelbe. mehr Mehr

Röhrichte

Platz für versteckte Nester

Platz für versteckte Nester

Schilfröhrichte sind sehr konkurrenzstark und siedeln sich sowohl auf Sand als auch auf Schlick an. Zum Ufer hin gehen sie teils in Hochstaudenfluren und Weidengebüsche über. Im nährstoffreichen Uferbereich der Tideelbe werden Schilfröhrichte bis zu vier Meter hoch. Für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten haben diese fast undurchdringlichen Dickichte eine hohe Bedeutung. mehr Mehr

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