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Vogelstation in der Wedeler Marsch wird 25
Vogelstation in der Wedeler Marsch wird 25
NABU feiert Jubiläum und würdigt das Engagment vieler Helfer und Unterstützer
Carl Zeiss Vogelstation in der Wedeler Marsch
03. September 2009 -
Der NABU Hamburg feiert heute das 25-jährige Bestehen seiner Vogelstation in der Wedeler Marsch westlich von Hamburg. Die Geschichte der heutigen Carl Zeiss Vogelstation begann schon weit vor der Eröffnung im Jahr 1984. Bereits in den 1950er Jahren kamen Hunderte von Vogelfreunden in die Wedeler Marsch, um dort typische Vögel der naturnahen Flusslandschaft zu beobachten.
Als das Gebiet eingedeicht wurde, entstand eine kleine Seenlandschaft, wo sich bis heute Tausende Vögel tummeln. Vogelkundler zählen rund um die Vogelstation regelmäßig die gefiederten Tiere, während zahlreiche Besucher hier die Vögel hautnah beobachten und erleben können ohne sie zu stören.
Zur Jubiläumsfeier am 3. September begrüßte der NABU Hamburg zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und aus dem Verband.
Hermann Kroll
“Seit der Neueröffnung der Vogelstation im April 2006 bietet wir noch stärker als in der Vergangenheit einem sehr breiten Publikum ein intensives Naturerleben”, sagt Rolf Bonkwald, Vorsitzender des NABU Hamburg in seiner Begrüßungsrede. “Was eignet sich dafür besser als eine Einrichtung wie diese, in der jeder Besucher nach Lust und Laune Vögel ohne zu stören beobachten und bestimmen kann, und dieses fast im hautnahen Kontakt?”
Bereits in den 1950er und 1960er Jahren begeisterte der Ornithologe Hermann Kroll auf unzähligen Führungen viele Menschen für die Vogelwelt der Wedeler Marsch. Mit dem Deichbau Mitte der 1970er Jahre entstand dort durch Bodenabbau ein Gewässer. Ab 1979 diente ein Wohnwagen den Ehrenamtlichen des NABU Wedel als Station, um die Vogelwelt auf dem See zu beobachteten und zu dokumentieren. Seither gehört die Wedeler Marsch zu den ornithologisch am besten erfassten Gebieten Deutschlands. Noch heute erfassen der NABU Wedel und der Arbeitskreis an der Staatlichen Vogelschutzwarte Hamburg die Vogelbestände.
Der Wohnwagen wurde später durch die feste Vogelbeobachtungsstation „Hermann-Kroll-Haus“ ersetzt. Seit ihrer Eröffnung 1984 leitete Hans Jacobi aus Wedel mit großem ehrenamtlichem Engagement mehr als 20 Jahre lang die Station. „Hans Jacobi haben wir es zu verdanken, dass der NABU Hamburg heute an dieser Stelle ein wichtiges Standbein seiner Präsenz besitzt“, ist Bonkwald überzeugt.
Die Wedeler Marsch ist schon seit langem bekannt für ihren Vogelreichtum
Seit 2005 unterstützt die Firma Carl Zeiss Sports Optics den NABU Hamburg. Infolgedessen benannte der Verband das Hermann-Kroll-Haus in Carl Zeiss Vogelstation um. “Dieses Engagement von Carl Zeiss Sports Optics freut uns besonders, da es die Realisierung eines neuen Besucher- und Betreuungskonzeptes erst ermöglicht hat”, erklärt Bonkwald.
Gerhard Krüss von Carl Zeiss Sports Optics erläutert die Motivation des Unternehmens: “Die Distanz zwischen Mensch und Natur zu überbrücken, indem wir Dinge sichtbar machen, die sonst für das menschliche Auge verborgen bleiben – diesem Grundsatz haben wir uns voll und ganz verschrieben.” Dazu entwickelt Carl Zeiss Sports Optics nicht nur leistungsfähige optische Produkte, sondern engagiert sich auch in zahlreichen Naturschutzprojekten. “In der Carl Zeiss Vogelstation stellen wir Besuchern unsere Ferngläser und Spektive zur Verfügung und bieten somit die Möglichkeit, die Detailvielfalt der Natur auch naturgetreu zu erleben”, so Krüss.
Seit Beginn der Zusammenarbeit leitet nun der Diplom-Landschaftsökologe Marco Sommerfeld die Station. Der NABU sanierte inzwischen das Hauptgebäude, modernisierte die drei Beobachtungsstände, befestigte die Wege, stellte Bänke und Informationstafeln auf und führte umfangreiche Biotoppflegemaßnahmen durch. Ermöglicht hatte dies neben mehreren Stiftungen auch zahlreiche NABU-Mitglieder, die einem Spendenaufruf gefolgt waren. "Ohne die Hilfe der Spender und der ehrenamtlichen Helfer vor Ort hätte der Umbau und die Biotopgestaltungsmaßnahmen so nicht umgesetzt werden können", würdigt der NABU-Chef die breite Unterstützung.
Bereits in den 1950er Jahren kamen viele begeisterte Vogelfreunde in die Wedeler Marsch
Insgesamt besuchten die Vogelstation bis heute etwa 140.000 Besucher, allein 38.000 Gäste seit 2006. Viele von ihnen nahmen an den Führungen des NABU teil. “Insbesondere die persönliche Betreuung in der Station, fachkundige Informationen und der Fernglasverleih machen den Besuch der Station immer wieder zu einem Erlebnis”, wirbt Bonkwald für einen Besuch. “Außerdem verbessern die ehrenamtlichen Naturschützer in Arbeitseinsätzen ständig die Bedingungen im Gebiet, sodass Kiebitz, Uferschnepfe und Löffelente ideale Rast- und Brutmöglichkeiten vorfinden.”
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