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Der Neuntöter

Der Neuntöter

Lanius collurio

Neuntöter

Der Neuntöter (Lanius collurio) ist eine der Charakterarten des Höltigbaum-Geländes. Mit einer Länge von ca. 17 cm liegt er in der Größe zwischen Spatz und Lerche, und wie diese gehört er zu den Singvögeln. Insbesondere das Männchen ist mit seinem rotbraunen Rücken und dem grau-weißen Kopf mit schwarzer "Banditenmaske" sehr auffällig, wenn es auf der Spitze eines Busches sitzend sein Revier überblickt.

Der seltsam anmutende Name "Neuntöter" rührt von der Eigenheit dieses Vogels her, sich in Zeiten des Überflusses regelrechte Nahrungsvorräte anzulegen. Größere Insekten, aber auch Eidechsen, Jungvögel oder auch einmal eine kleine Maus werden in Astgabeln geklemmt oder auf Dornen aufgespießt. Auf diese Weise können größere Beutetiere auch besser zerlegt werden. Früher glaubte man, der Neuntöter müsse erst neun Tiere fangen, bevor er eines verspeisen würde - daher der gefährlich klingende Name. Dieses Verhalten zeigen übrigens alle Verwandten des Neuntöters und hat der ganzen Familie den wenig schmeichelhaften Namen "Würger" eingebracht. "Rotrückenwürger" lautet denn auch die offizielle Bezeichnung des Neuntöters.

Sein bevorzugter Lebensraum ist eine offene, mit Dornbüschen und dichten Hecken aus Weißdorn, Schlehen und Wildrosen bestandene Landschaft. Eine solche "halboffene" Landschaft entwickelt sich auf dem Höltigbaum-Gelände zur Zeit mehr und mehr durch das Aufwachsen von Dorngebüsch, in dessen Schutz der Vogel auch seine Brut großzieht.
1998 wurden hier 10 Revierpaare gezählt; damit ist das Höltigbaum-Gelände zur Zeit das zweitwichtigste Brutgebiet des Rotrückenwürgers in Hamburg. Im Winterhalbjahr, wenn unser Neuntöter als ausgesprochener Zugvogel im warmen Afrika weilt, kann man hier vereinzelt auch seinen "großen Bruder", den amselgroßen Grau- oder Raubwürger, beobachten. mehr Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet Höltigbaum

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