Hamburg.NABU.de Projekte Hanse-Umweltpreis Aktuelles Preisträger und Teilnehmer 2009
Hanse-Umweltpreis 2009 für Bienenschutz
Hanse-Umweltpreis 2009 für den Bienenschutz
NABU ehrt Erhard Klein und die Otto-Hahn-Schule für ihr Engagement zum Erhalt der Artenvielfalt
22. November 2009 -
Der NABU Hamburg hat am 22. November den diesjährigen Hanse-Umweltpreis an zwei Bewerber für ihr Engagement zum Erhalt der Honigbiene verliehen. Während Erhard Klein mit seiner Bienenkiste ein neues Konzept der Bienenhaltung für Laien und Naturfreunde verfolgt, betreut die Otto-Hahn-Schule 20 Bienenstöcke und erforscht die Lebensbedingungen im Bienenstock. Herwig Mahnecke erhielt den 2. Preis für seinen jahrelangen Einsatz für ein Biotop in Moorburg. Der 3. Preis ging an den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in Hamburg für sein Engagement zur Stärkung des Radverkehrs. In diesem Jahr bewarben sich 24 Projekte für den Preis, der mit insgesamt 4.500,- Euro dotiert ist und von der Firma Globetrotter Ausrüstung gestiftet wird.
„Wir haben uns sehr über die durchweg sehr hohe Qualität der Bewerbungen gefreut“, erzählt die Schirmherrin des Preises, Dagmar Berghoff. „Dabei waren auch viele originelle Ideen. Verdient hätten es alle prämiert zu werden. Doch leider mussten wir uns für drei Preisträger entscheiden.“ Rolf Bonkwald, 1. Vorsitzender des NABU Hamburg: „Wir haben Projekte aus den Bereichen Natur-, Arten- und Klimaschutz ausgezeichnet. Damit ehrt und fördert der Hanse-Umweltpreis den Einsatz vieler umweltbewegter Menschen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.“ Klaus Denart, Inhaber von Globetrotter Ausrüstung: „Ich freue mich insbesondere, dass sich so viele Schulen für den Preis beworben haben. Es ist wichtig, dass sich die nachfolgenden Generationen mit dem Schutz unserer Umwelt auseinandersetzen und dafür einsetzen.“ Umweltsenatorin Anja Hajduk betont in ihrem Grußwort das große Engagement aller Bewerber: „Umweltschutz wird dann besonders erfolgreich, wenn Bürger und Initiativen vor Ort aktiv sind. Diese kontinuierliche praktische Arbeit ist vorbildlich!“
1. Preis für die Bienenkiste und die Otto-Hahn-Schule
Torben Schiffer von der Otto-Hahn-Schule freut sich über den 1. Preis.
Überzeugt war die Jury von dem Engagement von Erhard Klein und der Otto-Hahn-Schule für den Bienenschutz. Dabei verfolgen die Bewerber unterschiedliche Ansätze. Vor Augen, dass die Bienen selbst, aber auch die Imkerei gefährdet sind, versucht Erhard Klein, mit seinem Konzept der „Bienenkiste“ Laien für die Imkerei zu gewinnen. Hierzu hat er mit einem kleinen Team bereits eine Website erstellt. Diese soll nun um die Vermittlung von so genannten Imkerlotsen, einer Schwarmbörse und eine Plattform für die lokale Vernetzung von Interessenten ergänzt werden. Außerdem plant Klein eine professionelle Bauanleitung für die Bienenkiste zu erstellen. Ganz anders gehen die Schüler der Otto-Hahn-Schule vor. Sie betreuen auf ihrem Schulgelände 20 Bienenstöcke und untersuchen, welches die optimalen Bedingungen für die Bienen im Stock sind. Ihr Ziel: sie möchten in den Stöcken die natürlichen Lebensbedingungen der Bienen nachempfinden. Denn Bienen lebten einst in hohlen Baumstämmen. Dieses Ansinnen teilen sie übrigens mit Erhard Klein. Beide Preisträger teilen sich nun das Preisgeld von 3.000,- Euro und können es für ihre Projekte einsetzen. „Die Skulptur erhält aber die Schule, um damit den Einsatz vor allem der Schüler noch einmal besonders zu würdigen“, so Berghoff.
www.bienenkiste.de
www.otto-hahn-schule.hamburg.de
2. Preis für Herwig Mahnecke
Herwig Mahnecke (r.) erhielt den 2. Preis für sein Engagement in Moorburg. Er nutzte die Verleihung, um Senatorin Anja Hajduk wegen des Kohlekraftwerks und der Ortsumgehung Finkenwerder ins Gewissen zu reden.
Herwig Mahnecke pachtete 1991 eine ca. 200m x 170m große, stark verwilderte Ackerfläche mit einer ehemaligen Mutterbodenentnahmestelle in Moorburg. Mit Hilfe des Naturschutzreferates in Harburg und des Naturschutzverbandes GÖP hat er dort den Müll entfernt, Wasserläufe und kleine Tümpel ausbaggern lassen und den Acker wieder in den ursprünglichen Zustand einer Wiese zurückversetzt. Mittlerweile wird das Gebiet nach wissenschaftlichen Untersuchungen als ökologisch wertvoll eingestuft. In den unterschiedlichen Lebensräumen leben nun eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen. „Ein kleines Paradies“, schwärmt Mahnecke. Mit dem Preisgeld von 1.000,- Euro will er jetzt einen Teich mit einer kleinen Insel anlegen und Wasserläufe und Tümpel entschlammen, damit diese nicht austrocknen. „Weiterhin würde ich gerne einen Steilhang für den Eisvogel erschaffen“, sagt der Naturfreund.
3. Preis für den ADFC Hamburg
Der 3. Preis geht an den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Hamburg. Das Ziel des ADFC ist, dass mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. Mit konstruktiven Vorschlägen arbeitet der Verein ständig daran, Missstände, die das Radfahren in Hamburg erschweren oder gefährlich machen, aufzuzeigen und zu beseitigen. „Der ADFC hat bisher sicher viele Menschen motiviert, mehr Rad zu fahren“, erläutert Berghoff. „Sein Engagement ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Denn wer Rad fährt, stößt kein CO2 aus.“
www.hamburg.adfc.de
Hanse-Umweltpreis: Jetzt bewerben!
NABU und Dagmar Berghoff rufen zur Teilnahme am Hanse-Umweltpreis auf / Bewerbungsschluss 30. September 2011

Der NABU und Dagmar Berghoff rufen Hamburgs Bürger und Bürgerinnen auf, sich noch bis 30. September 2011 mit Projekten im Natur- und/oder Klimaschutz für den Hanse-Umweltpreis zu bewerben. Die Teilnahme ist an dieser Stelle online möglich. Der Preis wird von der Firma Globetrotter Ausrüstung gestiftet.
Mehr
Und dies sind die anderen "Gewinner" 2009:
Grundschule Ahrensburger Weg: Generationengarten
Stefan Heimers von der Schule Ahrensburger Weg (r.)
Die Grundschule Ahrensburger Weg grenzt an das Gelände der Seniorenresidenz Haus Lerchenberg. Auf dem Gelände der etwas abseits gelegenen Streuobstwiese entsteht nun seit dem Sommer 2008 der "Generationengarten". Dieser soll "Alt" und "Jung" einen natürlichen entspannten Kontakt ermöglichen. Das Zentrum bildet eine begehbare Kräuterspirale, die barrierefrei umfahren werden kann. Die Schule hat in diesem Jahr ein Apfelfest gefeiert und Hochbeete angelegt. Sie wird unterstützt von der Firma Biotop, um eine ökologisch fundierte Gesamtplanung sicherzustellen.
Projektziel: Das Projekt plant, zukünftig weitere Hochbeete, einen Schnitzgarten, einen Erzählkreis, einen Sitzgarten und einen Außenpfühlpfad anzulegen.
Wer profitiert? Kinder der Grundschule, z.T. körperlich und geistig behindert sowie Bewohner der Seniorenresidenz profitieren von dem Projekt.
Nutzmüll e.V.: Einsatz einer Brunnenwinde für Gambia
Laeland Cornell Doughty von Nutzmüll e.V.
Die Brunnenwinde wurde in Partnerschaft mit Nutzmüll e.V. als Funktionsmodell gebaut und getestet. Die Konstruktion und die elektrische Steuerung hat L. Doughty ausgearbeitet, die technische Dokumentation erstellt und die Steuerung gebaut.
Projektziel: Der Verein Nutzmüll hat eine gute Verbindung zu einer Mission in Gambia. Diese Verbindung wird mit finanzieller Unterstützung durch die GTZ aufrecht erhalten. Die Brunnenwinde soll als Prototyp mit dem Preisgeld optimiert wieder gebaut werden. Dann wird die GTZ nach Hamburg eingeladen, um die Brunnenwinde in Aktion zu sehen. Danach wird hoffentlich die GTZ eine Testphase in Gambia unterstützen.
Wer profitiert? Zurzeit wird dort Wasser in der Mission aus dem Brunnen per Hand hochgekurbelt. Der Eimer hat 10 Liter Inhalt und der Brunnen ist ca. 25 Meter tief. Der Vorgang dauert ca. 10 Minuten für 10 Liter Wasser. Die Brunnenwinde kann in dieser Zeit ca. 20 Liter liefern. Die Brunnenwinde ist einfach gebaut und besteht aus vielen Autoteilen, so dass eine Reparatur vor Ort möglich ist. Zwei Autobatterien sind als Energiequelle eingebaut, die mit Solarenergie aufgeladen werden können.
Planungsteam Betzler: Zukunftsweisende Klimaarchitektur
Das Planungsteam Betzler GmbH & Co.KG möchte auf dem Grundstück Simon-von-Utrecht-Straße in Hamburg eine Klima-Architektur schaffen. Die Symbiose aus Architektur und Umwelt schafft einen nachhaltigen Ansatz, den es in der bisherigen Architektur in Hamburg nicht gibt. Das Team vertritt die These, dass die Klimaerwärmung in erheblichem Masse durch die vielen Stadträume beschleunigt wird. Durch die Beheizung der Innenräume und die Transmission zur äußeren Fassadenoberfläche werden die überwiegenden Mengen der Heizenergie an die Umwelt abgegeben. Dieser Energieabgabe will das Team, wie in der Natur, Verdunstungskühlungen entgegen setzen, hervorgebracht durch horizontale und vertikale Bepflanzung, gespeist durch lokale Wasser- und Nährstoffkreisläufe.
Projektziel: Weiterforschen, das Projekt zur Realisierung treiben: Meine Professoren und ich sind der Meinung, das meine Arbeit erstmals die Parameter - Energieeinsparung durch Begrünung, Verdunstungsleistung mit Auswirkung auf Mikroklima, Geringer Kühllastbedarf rechnerisch NACHWEIT. Mein Ziel sind sehr klare, "einfache" Nachweise mit einer Signalwirkung für meine Kollegen, -und die Überzeugung der Stadt Hamburg, mir das Grundstück ein Jahr für die Realisierungsplanung anhand zu geben. Das Projekt ist, darin sind dich alle Fachleute einig, sehr wichtig, und ich will es bauen. Ich bin über jede Unterstützung sehr dankbar. Wertvoll ist für mich nicht nur die materielle Unterstützung, viel wertvoller wäre für mich auch Ihre Lobby bei der politischen Vorbereitung und Ihr Netzwerk bei der Verbreitung meiner Erkenntnisse.
Wer profitiert? Stadtklima kühlen und erfrischen, Lokalen Wasserkreislauf wieder etablieren, Artenvielfalt in die Stadt holen (also die stete Verdrängung von Lebensformen möglichst stoppen und umkehren - rein in die Stadt), Entlastung der Entwässerungssysteme Reduktion der Globaleinstrahlung auf Gebäude mit Ziel Kühllast zu reduzieren, Reduzierte Heizlast durch wertvolle Gebäudehülle, reduzierter Feinstaub, CO2 Austausch durch Photosynthese, schöneres Stadtbild u.v.m.
Firma ETC Energie und Thermografie Centrum Hamburg GmbH
Jennifer Kreibich hat mit 23 Jahren beschlossen, etwas für den Klimaschutz zu tun. Aus diesem Grund hat sie die oben erwähnte Firma gegründet. Sie erstellt Energieausweise und berät Privatpersonen im Umgang mit energetischen Modernisierungen an ihren Immobilien. Ehrenamtlich unterstütze ich das Gymnasium Rahlstedt, um die Wichtigkeit des Energiesparens in den eigenen vier Wänden zu unterstreichen. Frau Kreibich ist die jüngste zertifizierte Thermografin in Nord Deutschland und setzt dieses Messgerät zur Aufdeckung von Energieverlusten ein. Auch dieses wird an der Schule deutlich erklärt und hat zur Folge, dass die Physik zum Anfassen logisch erscheint.
Projektziel: Jennifer Kreibich würde mit dem Preisgeld gerne am Gymnasium Rahlstedt arbeiten, um evtl. einen minikleinen Abschnitt der Schule zu modernisieren und dadurch die Wichtigkeit dieses Themas deutlich zu machen.
Wer profitiert? Von dem Projekt profitieren die Schüler der Schule und auch die Eltern und damit können wir eine Menge in Sachen Klimaschutz unternehmen. Es könnte der Stein endlich ins Rollen gebracht werden…
Nutzmüll e.V.: Solartankstelle
Heinz Kötter (r.) von Nutzmüll e.V.
Im Juni 2008 wurde auf dem Gelände des Zentrums für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) in Klein-Flottbek eine Solar-Tankstelle fertig gestellt. Die „Solar-Tankstelle“ bietet Schüler- und Besuchergruppen die Möglichkeit, nachhaltige Energiebereitstellung und –nutzung auszuprobieren und zu erleben. Die aufgestellte Solar-Tankstelle ist Teil einer Reihe von Modellanlagen als Lernstationen, die insgesamt ein Energie-Erlebnisparcours auf dem Gelände des ZSU bilden.
Projektziel: Im Falle einer Prämierung werden die Bewerber die bereits bestehende Anlage nachbauen und für einen Einsatz in Gambia/Westafrika bei der Roman Catholic Mission (RCM) bereitstellen. Der Nachbau wird hauptsächlich unter dem Gesichtpunkt der Qualifizierung durch vormals arbeitslosen Jugendlichen erfolgen. Gleichzeitig soll dieses Modell den Gegebenheiten vor Ort angepasst sein, um den Betrieb und die weitere Verwendung gewährleisten zu können. Es wird eine Betriebsbeschreibung in Englischer Sprache und auch in der dortigen Stammessprache (Wollof /Mandinka) erstellt.
Wer profitiert? Von der Durchführung des Projektes profitieren direkt und in erster Linie die Jugendlichen, die diese Modell unter fachlicher Anleitung herstellend und sich für ihren weiteren beruflichen Werdegang qualifizieren können. Weitere Nutznießer sind die vielen Besucher, denen der Klimaschutz und der Einsatz erneuerbarer Energien näher gebracht wird. Nicht zuletzt werden es die Schulkinder in Gambia sein, die vor allem im ländlichen Bereich erstmals Gelegenheit hätten, in den Abendstunden unter Einsatz der zuvor in der Solartankstelle aufgeladener Sparlampeneinheiten mit Akku sich für den Schulbesuch vorbereiten können. Mangels fehlender Lichtquelle fiel dieser Vorbereitungszeit oftmals aus und die damit verbundenen Bildungsmöglichkeiten wurden somit mangels Alternative vertan. Zurzeit fördern wir 75 Schulkinder durch Übernahme entsprechender Patenschaften.
Grundschule Mendelssohnstraße: Fledermausgarten und kleiner Naturlehrpfad
Sven Sievers und zwei seiner Schüler/innen von der Grundschule Mendelssohnstraße
Naturnahe Umgestaltung von ca. 220 m2 Schulgelände. Pflanzung von Blüten tragenden Pflanzen zur Ernährung von Insekten als Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse. Bau und Anbringung von Nistkästen für Vögel und Fledermäuse. Anlage einer Blumenwiese als Grundlage für Schmetterlingsernährung. Regelmäßige „Gartenpause“ für die Schüler zum Arbeiten und Forschen. Eigener Wahlpflichtkurs zu Fledermäusen und Haussperling. Auszeichnung vom NABU als „Fledermausfreundliche Schule“
Projektziel: Der Steingarten soll erweitert und die renaturierte Fläche insgesamt ausgedehnt werden. Außerdem: Weitere Nist- und Fledermauskästen. Größere Teichfläche. Mehr Totholz. Anschaffung von Lehrmaterial und Ausweitung der Beschilderung.
Wer profitiert? In der Stadt lebende Tiere wie Insekten, Fledermäuse und Vögel. Außerdem die Kinder der Schule und Umgebung sowie die Erwachsenen. Auch profitiert der Biologie- und Sachkundeunterricht, weil es eine direkte Möglichkeit der Anschauung gibt.
Beate Johns
Beate Johns
Beate Johns versteht sich als engagierte Umweltschützerin: Sie hat Müll auf den Straßen gesammelt, die von den Raben und anderen Aas fressenden Tieren geplündert werden und hat damit Entlastung für den wichtigen Nährboden geschaffen. Zusammen mit eon hanse hat sie sich in ihrer Wohnanlage dafür eingesetzt, dass die Heizungswerte überprüft und eingehalten werden. Außerdem besitzt sie kein Auto und geht nur zu Fuß. Damit trägt sie nach eigenem Verständnis zu einer Reduzierung von CO2 bei. Mit dem Preisgeld möchte Beate Johns mehr Futterplätze für Tiere schaffen.
Schule Lokstedter Damm
Gisela Linnekogel (m.) und ihre Kollegin von der Schule Lokstedter Damm
In den Projekten Natur und Energie lernten die Schüler verschiedene Lebewesen und deren Lebensbedingungen kennen. Die Arbeit in der Natur zeigte, dass die Vernichtung der Lebensräume durch Menschen und die weltweite Veränderung des Klimas den Rückgang der Arten beschleunigen. Die Schüler erarbeiteten die Ursachen für die Erderwärmung unter dem Aspekt Stromerzeugung und –verbrauch und entwickelten anschließend 32 Maßnahmen zum Energiesparen. Seitdem hat sich das Verhalten der Kinder spürbar verändert. Da die Schule sehr viele behinderte Kinder nutzen, die viel Licht benötigen um sich sicher zu fühlen, plant die Schule, z.B. in den Toiletten Bewegungs- und Präsenzmelder anzubringen. Dann müsste dort das Licht aus den o. g. Gründen nicht ständig brennen, sondern nur noch im Bedarfsfall. Dadurch würde Strom gespart.
Günter Entlinger: Eisvogelschutz
Günter Entlinger (r.)
Seit den 1970er Jahren engagiert sich Günter Entlinger im Gewässerschutz, insbesondere mit Augenmerk auf den Eisvogel. Nachdem er anfänglich seinen Schwerpunkt auf die Einrichtung neuer Gewässer und damit auf die Bereitstellung von Nahrungsplätzen für diesen Vogel gelegt hat, versuchte er später vor allem, den Eisvogel dort mithilfe unterschiedlichster Burtcontainer anzusiedeln. In vielen Fällen gelang dies.
AOK Rheinland/Hamburg und ADFC: Mit dem Rad zur Arbeit
Die Vertreterin der AOK Rheinland/Hamburg
Im bundeseinheitlichen Aktionszeitraum vom 1. Juni bis 31. August 2009 sollten die Teilnehmer an dieser Aktion mindestens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit fahren – von zu Hause aus oder kombiniert mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Kolleginnen und Kollegen können zur gegenseitigen Motivation ein Team bilden, aber auch allein radeln. Das Ziel der Aktion ist es, durch mehr Bewegung im Alltag das Krankheitsrisiko zu minimieren und das Wohlbefinden aktiv zu stärken. Regelmäßiges Radfahren schützt nämlich vor Übergewicht und Herz-/Kreislauf-Erkrankungen. Gleichzeitig wird die Umwelt geschützt, da die Mitarbeiter dazu bewogen werden, das Auto für die Fahrt zur Arbeit stehen zu lassen. In Hamburg radelten in diesem Jahr 5.184 Teilnehmer in 1.274 Teams aus 361 Betrieben durch den Sommer. 2008 waren es bundesweit 168.000!
Alexander-von-Humboldt-Gymnasium: Lebendige Engelbek
Christa Grimm (r.) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
Das Projekt „Lebendige Engelbek“ verfolgt zwei in fruchtbarer Weise miteinander verknüpfte Ziele: die sukzessive Renaturierung des zu Beginn der 1970er Jahre begradigten Bachabschnitts kurz oberhalb der Außenmühle und die Begegnung der Schüler mit dem Gewässer in Erleben und tätiger Auseinandersetzung, durch die der Bach zu „ihrem“ Bach wird. Im Jahre 2005 in Kooperation zwischen der TU-Harburg, dem Bezirksamt Harburg und dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium entstanden, wurde das Projekt in diesem Frühjahr unter ingenieurfachlicher Betreuung zum fünften Mal durchgeführt. Es führt die Schülerinnen und Schüler jeweils zweier 5. Klassen an die Natur heran und fördert das Verständnis der Zusammenhänge sowie die Entwicklung eines Bewusstseins für den Wert und die Schutzwürdigkeit der Natur. Zugleich wird der ökologische Zustand des Bachs verbessert, indem dieser aus dem Korsett der Böschungssicherung befreit und durch den Einbau von ingenieurbiologischen Störelementen in eine dynamische Entwicklung geführt wird. Die reguläre Integration des Projekts in den Unterrichtsplan bedingt eine Kontinuität, die auch zukünftig angestrebt wird.
Projektziel: Durch das Preisgeld wird es möglich, das Projekt unter ingenieurfachlicher Betreuung mit einer größeren Schülergruppe weiterzuführen und damit sowohl ein qualifiziertes und hohes Niveau der Renaturierungsmaßnahmen als auch der Anleitung von Schülern zu gewährleisten. Unterricht an einem authentischen Lernort fördert die Nachhaltigkeit der Lernergebnisse in einem hohen Maße. Weiterhin ist eine Ausweitung des zu renaturierenden Areals möglich.
Wer profitiert? Zuerst profitieren Schülerinnen und Schüler, die in den kommenden Jahren in dem Projekt arbeiten werden. Die Kinder eignen sich eine durch Authentizität nachhaltige Natur- und Umweltkompetenz an und entwickeln einen besseren Bezug zu "ihrer" Umgebung und Umwelt. Dazu kommen die Betreuer, die außerdem in einer internen Fortbildung in das Projekt eingeführt werden und die Anwohner und Spaziergänger. Außerdem kommt die Verbesserung eines Naturstandortes der Gesellschaft zugute, da "Low Budget"-Arbeiten die Wasserwirtschaft in ihren Aufgaben unterstützt.
Gesamtschule Bergedorf: Plant for the planet - der GSB-Wald wächst
Barbara Eckstein (r.) von der Gesamtschule Bergedorf
In den Jahren 2007 und 2008 haben etwa jeweils achzig Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Bergedorf knapp 3000 Bäume (Stieleichen,Bergahorn, Hain- und Rotbuche, Linden) auf einem Gelände an der Dove-Elbe gepflanzt, eine Aufforstungsaktion unter Anleitung der Bergedorfer Försterei, Ltg Fr. Franke, die auch die Gelder für die Baumbeschaffung besorgt hat. Auch in diesem Jahr werden wieder Fünft-, Siebt- und Elftklässler an einem Tag nach den Herbstferien mit Spaten und Stiefeln ausziehen und pflanzen. Dieses klassenübergreifende Projekt ist in vielerlei Hinsicht bildend - Wald als Lebensraum, Bedrohung unserer Erde durch Klimawandel, Bedeutung des CO² etc. Praktische Arbeit, die wirklich wächst! "Unser" Wald, den wir vielleicht mal unseren Enkeln zeigen können! Da SchülerInnen unter Umständen im Folgejahr ebenfalls pflanzen, sehen sie den direkten Ertrag ihres Einsatzes. Die theoretische Beschäftigung mit dem Thema in der Schule als Vorbereitung, das praktische Tun und die Nachbereitung im Frühling: da werden die Bäume besucht; ein echtes Projekt!
Projektziel: Wir wollen weitere Umweltprojekte realisieren: evtl. im nächsten Jahr eine größere Fläche dank der Möglichkeit, mehr Bäume einzukaufen, bepflanzen (das Feld steht zur Verfügung) sowie die Aktion "Solarschneeball" unserer Schule unterstützen, bei der, finanziert durch Spenden, Solarzellen auf das Schuldach gebracht wurden, deren Erträge in weitere Solarzellen investiert werden usw. Außerdem könnten wir uns auch vorstellen, unseren Schulhof, besonders die Biowiese, weiter zu "ökologisieren". Gedanken hierzu macht sich seit längerem eine AG Schulhofumgestaltung.
Wer profitiert? In erster Linie profitieren die Schülerinnen und Schüler von dem Projekt. Sie sehen, dass man mit eigenem Einsatz, der auch noch viel Spaß macht, einen Schritt voran kommen kann, die allseits präsenten Informationen zum Klimawandel werden mit Realität und Bedeutung für das eigene Leben gefüllt, sie erleben die Mitarbeiter der Försterei bei der Einweisung "Wie die Pflanzung gelingt", sie müssen sorgfältig und verantwortungsvoll handeln. Im Schulrahmen ist dies Projekt einer von mehreren Versuchen, das Thema "Nachhaltigkeit" zu einer wichtigen Säule des Schullebens zu machen. Für die Schulgemeinschaft ist der Pflanztag inzwischen ein fester Bestandteil des Schuljahrs. Unser Ziel ist es, die etwa 2Ha große Fläche zu einem Wald umzuwandeln, der Ziel von Ausflügen unserer Schülerinnen und Schüler werden kann. Alle Beteiligten profitieren, weil dies eine Schulaktion ist, deren Sinn wirklich "begreifbar" ist. Mit der Försterei Bergedorf haben wir einen kompetenten Partner.
Fledermausgruppe Bonnepark e.V.
Die Fledermausgruppe Bonnepark e.V.
Der Verein betreut mit Kindern und Jugendlichen ein Biotop im südlichen Bonnepark. Sie legen dort einen kleinen Teich an und bepflanzen das Gelände mit fledermausfreundlichen Pflanzen. Am 14.11.2009 wollen wir ein Fest “Abschied von der Fledermaus" feiern und die Fledermaus in den Winterschlaf verabschieden.
Projektziel: Es ist beabsichtigt das Biotop zu umzäunen und mit Himbeeren einzusäumen, damit Hunde dort keinen Zugang haben. Auch ein Eingang mit Tür soll gebaut werden. Eingang und Zaun sollen fertiggestellt werden. Es soll eine Schautafel Auskunft geben über die Fledermäuse der Gegend und ihren Lebensraum.
Wer profitiert? Zunächst die Kinder und Jugendlichen und natürlich die Fledermäuse und alle zum Lebenskreislauf der Fledermaus gehörenden Tiere und Pflanzen. Es profitiert aber auch unsere Gesellschaft, die Anwohner rundum, sowie Geschäftsleute, denn wer kleine Wesen wie die Zwergfledermaus beschützt, zündet keine Autos an und wirft keine Schaufensterscheiben ein. Insoweit gehört dieses Projekt nicht nur zum Naturschutz, sondern auch zur Gewaltprävention.
GEsamtschule Niendorf: Solarkatamaran
Hans-Jürgen Benecke (2.v.r.) von der Gesamtschule Niendorf mit seinen Schülern
Im Schuljahr 2007/08 haben zwei Natur- und Technik-Kurse mit insgesamt 23 Schülern Modell-Solar-Katamarane gebaut. Zwei Modelle wurden jeweils mit einer Brennstoffzelle versehen und haben zum 1. Preis beim „offenen“ Hamburger Brennstoffzellen-Wettbewerb geführt. Unser Brennstoffzellen-Katamaran hatte der Jury so gut gefallen, dass im Schuljahr 2008/09 ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben wurde, bei dem ein Boot mit Brennstoffzellenantrieb gebaut werden sollte. Auch hier haben wir intensiv gearbeitet und mit einer anderen Schule den 1. Preis gewonnen. Während der Aktivitäten 2007/08 kam von Seiten der Schüler der Wunsch auf, einen richtigen praxistauglichen Solar-Katamaran zu bauen. Nur Modelle herzustellen war ihnen zu wenig. In Verbindung mit dem Engagement des Lehrers wurde das Projekt in der Freizeit bis zum heutigen Datum zu Ende geführt. Ergebnis: Der Katamaran ist fertig. Er kann drei Personen befördern. Er wird ausschließlich mit Sonnenenergie angetrieben. Es gibt einen Liegeplatz am Alsterlauf. Wir haben eine begrenzte Genehmigung zum Betrieb für den Alsterlauf. Ab 4. Oktober kommt er ins Winterlager. Bis März 2010 wird zusätzlich ein Tretantrieb gebaut.
Projektziel: 1. Die Liegeplatzgebühr von 275 € bezahlen. 2. Die Bleiakkus (60 kg) durch ein modernes und leichtes Akku-Konzept ersetzen (LifePO4, 18 kg). 3. Einen Tretantrieb einbauen, so daß man den Katamaran uneingeschränkt auf der Alster benutzen kann. 4. An den Deutschen Meisterschaften zum Solarboot-CUP 2010 in der Kategorie „Alltagstauglichkeit“ teilnehmen. 5. Sieben weitere Schülerexperimentierkästen zur Brennstoffzellentechnik sollen angeschafft werden. 6. Längerfristig soll eine Brennstoffzelle mit Wasserstoffantrieb eingesetzt werden.
Wer profitiert? 1. Die Gesamtschule Niendorf in puncto Öffentlichkeitsarbeit. Seit 14 Jahren sind wir „Umweltschule in Europa“ bzw. „Internationale Agenda 21 Schule“, so auch in diesem Jahr. Ein solches Projekt trägt zum Erwerb eines solchen Titels bei. 2. Die beteiligten Schüler, die physikalisch technische Sachverhalte praktisch erleben: Im Sinne der praktisch-technischen Intelligenz. Im Sinne von Mut, größere Projekte anzugehen, deren Ausgang nicht allumfassend übersehen werden kann. Im Sinne der Berufsorientierung. Auch im Sinne einer sinnvollen Freizeitgestaltung. 3. Der Unterricht insgesamt, da hier ein spannendes Thema bearbeitet wird. Die Photovoltaik gehört zu den zukunftsorientierten Energiequellen, die zukünftig noch bedeutsamer werden. 4. Außerdem werden durch ein mögliches größeres Preisgeld alle Schüler/innen unserer 10. Klassen die Brennstoffzellentechnik im Schülerexperimentalunterricht erleben und erproben. 5. Die Umwelt, da wir CO2-frei fahren und vor allem den Sportvereinen zeigen, dass dieses möglich ist.
Hände für Pfoten e.V.: Tierschutz und Naturerlebnishof in Lütjenwestedt
Anke Mielenz (m.) und eine Mitstreiterin von Hände für Pfoten e.V.
Was wurde bisher realisiert? Ein Biotop (ca. 6000m2) mit viel Wasserfläche und großer Sumpfzone; Anpflanzung von ca. 350 Früchtetragenden Wildbüschen und –Bäumen; große Wildkräuterspirale und Totholzhaufen. Hier finden sich unter anderem Störche, Reiher, Regenpfeifer, verschiedene Libellenarten und im Frühjahr 2009 haben sich Knoblauchkröte, Kammmolch und Laubfrosch angesiedelt und gelaicht (Artenschutz). Rettung von ca. 3500 Kaulquappen verschiedener Amphibien aus ausgetrocknetem Gelände. Ansiedlung seltener Wildpflanzen wie zum Beispiel Orchideen Breitblättriger Stängelwurz und Wegwarte. Wildblumenwiese für Insekten und Schmetterlinge. Erhalt von 16 gesunden, alten Eichen- eventuell großer Eichenbock! Erfolgreiche vierte Turmfalkenbrut mit insgesamt 14 Jungen. Anbringen von zwei weiteren Brutröhren für Schleiereule und Steinkauz / Überwinterung, Pflege und Auswilderung mehrerer Jungigel. Ökologischer Teilausbau der Scheune für mehrtägige Umweltbildungsgruppen (zum Beispiel Schulen aus Hamburg und Schleswig-Holstein)
Projektziel: Mit dem Preisgeld soll folgendes realisiert werden. Biotop-Pflege; Informationstafeln; Fledermauskästen; Internetseite. Kauf der Materialien der hervorragenden Umweltbildungsprogramme von „EARTH EDUCATION“ (Steve van Matre) für verschiedene Altersstufen. Lernziel: Wieder Liebe zur Erde entwickeln, Vermittlung / Lernen durch Erfahrung (mit allen Sinnen) über die großen Kreisläufe der Erde. Energiefluss, Materialkreisläufe, Wechselbeziehungen und Wandel. Anregung / Aufforderung das eigene Umwelt- und Konsumverhalten zu hinterfragen und Verhaltensänderungen vorzunehmen. Nachhaltigkeit (Wir erhalten keine Fördergelder)
Wer profitiert? Streng geschützte Amphibien, seit Frühjahr 2009 auch Knoblauchkröte, Kammmolch, Laubfrosch, Wasserskorpion und diverse Libellenarten. Gutes Nahrungsangebot für Eulen, Störche, Reiher, Insekten und Schmetterlinge, zum Beispiel verschiedene Bläulinge, kleine Feuerfalter, Distelfalter, kleiner brauner Bär, kleiner Fuchs. Schleiereule, Steinkauz, Turmfalke / Seltene Orchidee, Wegwarte, Wildblumen. Monitoring für Wespenspinnen, Amphibien, Schmetterlinge, Eulen. Kinder und Jugendliche durch begonnene nachhaltige Umwelt- und Mitweltbildung
GEsamtschule Kirchdorf: Naturerlebnispark
Gerd Raths (r.) von der Gesamtschule Kirchdorf
Seit ca. 4 Jahren arbeiten die SchülerInnen der GS Kirchdorf mit Unterstützung des BUND an diesem Projekt. Es sollen naturnahe Lebensräume auf der Elbinsel erhalten und geschaffen werden, die auch für Unterrichtszwecke genutzt werden können. Bisher wurde ein Feuchtbiotop angelegt, welches mit einer Windpumpe bewässert wird. Es wurde ein Heckenlabyrinth angelegt, das den Tieren als Lebensraum und dem Betrachter als Verweilort dienen kann. Außerdem wurde ein Insektenhotel und eine Schmetterlingswiese geschaffen. Zurzeit arbeiten die SchülerInnen an einem Experimentiergarten.
Projektziel: Wir benötigen ein “Grünes Klassenzimmer" in Form eines Holzverschlages, um noch besser Unterricht vor Ort machen zu können. Außerdem könnten wir eine Reihe von Gartengeräten, wie z.B. einen Rasenmäher dringend gebrauchen.
Wer profitiert? ca. 1000 SchülerInnen der GS Kirchdorf, Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils
Haus am Schühberg: BienenArt
Im Skulpturenpark des Haus am Schüberg, Ammersbek entsteht eine BienenInsel. Eine alte, verwilderte Streuobstwiese von ca. 1400 m² wurde kultiviert und durch ein neues Wegenetz dem Park angeschlossen. Samen und Pflanzen gebietseigener Wildblumen und Wildgräsern werden über die nächsten Jahre einen ganzjährigen Blütenteppich entstehen lassen. Es ist die Nahrungsgrundlage für Wild- und Honigbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Künstliche Nisthilfen wurden angelegt. Diese Bieneninsel ist Modell und Anregung für mittlerweile 30 weitere Bieneninseln im Hamburger Stadtgebiet geworden, deren Standorte bereits feststehen. Die Standorte der Bieneninseln ziehen sich wie ein imaginäres „Band" durch Hamburg.
Katholische Schule Harburg: Wasserlabor
Dietmar Grünberg (r.) von der Katholischen Schule Harburg
In der näheren Umgebung der Katholischen Schule Harburg befinden sich mehrere Gewässer, der Lohmühlenteich im Göhlbachtal, der Außenmühlenteich und der Harburger Hafen. Bei Ausflügen zeigte sich, dass die meisten Kinder kaum Kontakt zu ihrer natürlichen Umgebung haben. In der diesjährigen Projektwoche wurde den SchülerInnen die Forschungsaufgabe gestellt, das Gewässer im Göhlbachtal zu untersuchen. Die Kinder nahmen eifrig Proben, analysierten, werteten aus und präsentierten ihre Ergebnisse mit großer Begeisterung an einem Tag der offenen Tür den Besuchern. Besonders positiv fiel auf, dass SchülerInnen, die im “normalen” Unterricht oft schwer zu motivieren sind, in der Projektwoche gezeigt haben, dass ihnen die Arbeit in der Natur sehr viel Spaß bereitet hat und sie in dem anderen Lernumfeld zu herausragenden Arbeiten fähig sind. Durch die Eigenerfahrung entstand zudem eine emotionale Einbindung in das Forschungsgebiet, “ihrem” Göhlbachtal. Aus der Projektwoche ist jetzt ein fester wöchentlicher Projekttag geworden. SchülerInnen der 5. und 6. Klassen arbeiten seit September gemeinsam im “Wasserlabor”.
Projektziel: Was mit wenigen Kindern und einem Wasseranalysekoffer erfolgreich begann, soll nun im Rahmen des Projektunterrichts umfangreicher und langfristig einer größeren Schülerzahl zugänglich gemacht werden. In Aquarien sollen Pflanzen und Tiere der heimischen Gewässer über einen längeren Zeitraum beobachtet und gepflegt werden, um den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Leben nahe zu bringen. Für die Ermittlung von physikalischen-, biologischen- und chemischen Parametern, die Datenverarbeitung und Auswertung am PC werden entsprechende Geräte benötigt.
Wer profitiert? Die Projektarbeit in und mit der Natur eröffnet für unsere SchülerInnen neue Perspektiven jenseits von Leistungsdruck. Innerhalb des Projektes haben sie Zeit, sich auf die Natur einzulassen und verschiedene naturwissenschaftliche Techniken zu erproben. So gelingt es schlummernde Forschertalente zu wecken!
Gymnasium Allee: Vertikal-Windrad
Ulrich Mumm (r.) vom Gymnasium Allee mit einem Schüler
Das Gymnasium Allee hat mehrfach am Wettbewerb “Umweltschule in Europa” teilgenommen und wurde inden Jahren 1995, 1997, 1998, 1999, 2000 und 2001 als Umweltschule ausgezeichnet. Die Auszeichnung gab es u.a. für die Gestaltung einer Wildblumenwiese, die Anlage eines Schulgarten und eines Teiches, die Installation einer Regenwassernutzungsanlage und einer Photovoltaikanlage sowie die Erstellung eines Baumlehrpfades. Darüber hinaus engagiert sich die Schule in dem Projekt “fifty-fifty” der Stadt Hamburg, um Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Projektziel: Im Frühjahr 2009 entstand die Idee, ein Windrad an der Schule zu bauen. Aus verschiedenen Grünen muss es sich innerstädtisch um ein Vertikal-Windrad handeln. Ziel ist es, den SchülerInnen die Bedeutung regenerativer Energien deutlich zu machen, sie am Planungsprozess und der Öffentlichkeitsarbeit zu beteiligen und dne Nachweis zu erbringen, dass auch in urbanen Räumen Windenergie genutzt werden kann. Der Ertrag der künftigen Einspeisung soll dazu dienen, Kalssenreisen im sozialen Kontext von Altona zu fördern. Da die Schule über zwei benzingetriebene Fahrzeuge verfügt, ist es Fernziel, die gewonnen Energie in ein zukünftiges Elektroauto direkt einzuspeisen. Mit dem Preisgeld soll ein Anzeige-Tableau finanziert werden, das in der Pausenhalle die Energiedaten sichtbar macht.
Wer profitiert? Von dem Windrad profitieren die SchülerInnen, weil mit den Daten gearbeitet werden kann. Es profitiert die Schule, weil sie über die Einspeisung Geld zur Unterstützung bedürftiger Schüler erhält. Es profitiert Hamburg, weil der Nachweis einer innerstädtischen Nutzung erbracht wird.
Gymnasium Hummelsbüttel: Neugestaltung des Innenhofes mit Tierhaltung
Verena Merten-Eichberger
Das Gymnasium engagiert sich bereits in der Mülltrennung, betreibt Tierhaltung und hat einen schulteich angelegt. Bisher wurde im Innenhof das Auslaufgehege der Hühner und das Hühnerstalldach notdürftig repariert. In der schulischen Projektwoche im Frühjahr 2010 möchte die Schule den Innenhof neugestalten, d.h. die vorhandenen Schmetterlingshäuser in Stand setzen, dem bestehenden Teich ein Eigenleben ermöglichen, das Sumpfbeet und die vorhandenen Beete beleben. Außerdem würde sie gern das Tippi mit weiteren Weidenrouten bestücken, denn der Weidenrutenbestand hat nicht gewurzelt.
Projektziel: Mit dem Preisgeld soll ein Gerätehaus in dem so genannten Schulgarten realisiert werden. Außerdem: Anlieferung von mehr Humusboden, Aufhängen und Eigenbau von Nistkästen und Nisthilfen für Insekten, sowie Materialkosten für unsere Kompostierung und Totholzhecke.
Wer profitiert? Die Schule, die Schülerinnen und Schüler, die Schulgarten-AG, die Bio-AG
![]() |
Hanse-Umweltpreis 2009: Teilnehmer und ihre Umweltprojekte
|
|

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
m November 2007 startet der Podcast der NABU. Das heißt, ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Nicht nur Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Kuckucks-Desktopmotiv
Klassisch oder interaktiv mit Active Desktop! Mit dem Bild zum Vogel des Jahres 2008 gibt es jetzt auf Wunsch auch täglich aktuelle NABU-News und Termine direkt auf dem Desktop.
Verbandsnetz
Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?
