Hamburg.NABU.de Natur erleben Stunde der Wintervögel

Stunde der Wintervögel 2012

Stunde der Wintervögel 2012

Hamburger Ergebnisse liegen vor

Haussperling

Haussperling

Auch wenn sich das Wetter nicht nach Winter anfühlte, haben wieder viele Vogelfreunde bei der zweiten Auflage der „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar mitgemacht und die Beobachtungsergebnisse aus ihrem Garten oder von ihrem Balkon beim NABU eingereicht. In Hamburg beteiligten sich rund 530 Naturfreunde an der Zählung. Insgesamt 11.357 Vögel wurden hier von ihnen gesichtet.

Auf den vorderen Plätzen ergeben sich kaum Veränderungen im Vergleich zur Vorjahreszählung. Die Kohlmeise ist der meist gesehene Gast in Hamburger Gärten, gefolgt von Amsel, Blaumeise, Rabenkrähe und Haussperling. Sie entsprechen den häufigen Brutvögeln in Hamburg. Marco Sommerfeld, Ornithologe beim NABU Hamburg, zeigt sich erleichtert, dass der Haussperling, auch bekannt als Spatz, seinen 5. Platz vom Vorjahr verteidigen konnte: „Der Haussperling hat in den vergangenen Jahren in vielen Hamburger Stadtteilen erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Durch energetische Sanierungen werden an Gebäuden Ritzen und Mauerlöcher geschlossen, die der Haussperling und auch andere Tiere wie Fledermäuse dringend als Nistplatz benötigen.“ Einen Tipp, wie Spatz und Fledermaus weiterhin Tür an Tür mit den Menschen leben können, gibt Marco Sommerfeld gleich mit: „Die Anbringung von Nisthilfen und Wohnhöhlen sind eine gute Alternative und helfen, diese Lebensräume zu erhalten.“
Neben den bekannten Vogelarten wurden auch ungewöhnliche Wintergäste gesichtet, wie Singdrossel, Mönchsgrasmücke und Zilpzalp, die eigentlich erst im Frühjahr aus ihren Winterquartieren im Süden zurückkehren. Für den NABU ist dies eine Auswirkung der Klimaveränderung. “Insbesondere Singdrosseln überwintern eigentlich im Mittelmeerraum“, erläutert Marco Sommerfeld. „Im Zuge der Klimaveränderung versuchen seit Jahren vereinzelte Tiere in milden Wintern bei uns zu bleiben. Sie werden im Frühjahr im Vorteil sein, weil sie sich die besten Nistplätze sichern können.“
Typische Wintergäste wie Wacholderdrossel, Erlenzeisig und Bergfink sind bei der „Stunde der Wintervögel“ dagegen kaum beobachtet worden. Daraus ergibt sich jedoch kein Grund zur Sorge. Diese Tiere profitieren von dem milden Winterwetter: Sie finden ausreichend Nahrung in der freien Landschaft und sind nicht auf das zusätzliche Angebot in Futterhäuschen und die wärmeren Temperaturen in der Stadt angewiesen.

Die Ergebnisse entsprechen zwar nicht wissenschaftlichen Standards, aber sie geben wertvolle Einblicke in den Zustand der heimischen Vogelbestände und zeigen Tendenzen auf. Darüber hinaus gelingt es mit dieser Aktion, Menschen für die Vögel und die Natur zu begeistern - eine Voraussetzung dafür, dass sie sich auch für deren Schutz einsetzen.

Die Hamburger Ergebnisse im Einzelnen

Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“

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Basisinfos zur „Stunde der Wintervögel“Über die Aktion

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