Hamburg.NABU.de Natur erleben Stunde der Wintervögel
Kohlmeise an der Spitze
Kohlmeise an der Spitze
NABU Hamburg freut sich über Teilnehmerrekord bei "Stunde der Wintervögel 2013"
In Hamburg wurden vom 4. bis 6. Januar 2013 bei der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ insgesamt 24.285 Vögel gezählt. 1161 Vogelfreunde machten mit – so viele wie noch nie. Im Vorjahr verzeichnete der Verband 531 Teilnehmer. Bundesweit zählten mehr als 90.000 Menschen über 2.7 Millionen Vögel.
„Wir freuen uns, dass sich wieder so viele Hamburgerinnen und Hamburger an der Aktion beteiligt haben, trotz des trüben Wetters“, sagt Marco Sommerfeld, Ornithologe beim NABU Hamburg. „So erhalten wir einen guten Eindruck, wie viele Vögel sich wirklich im gesamten Stadtgebiet aufhalten und wie wichtig die StadtNatur für die gefiederten Freunde ist.“
Bei den beobachteten Vogelarten gab es im Vergleich zum Vorjahr nur wenige Veränderungen. Die Kohlmeise hat sich in der Hansestadt erneut an die Spitze gesetzt. Auch im bundesweiten Trend liegt die Kohlmeise auf dem ersten Rang. Auf den Plätzen 2 bis 10 stehen in Hamburg Amsel, Blaumeise, Grünfink, Haussperling, Elster, Gimpel, Feldsperling, Rotkehlchen und Buchfink. „Bei dem Haussperling bin ich froh, dass er in Hamburg den 5. Rang vom letzten Jahr halten konnte“, erklärt Sommerfeld. Der Haussperling, auch Spatz genannt, rangiert deutschlandweit zwar auf dem 2. Platz, hat es aber in vielen Stadtteilen mittlerweile schwer. Durch energetische Sanierungen werden an Gebäuden oftmals Ritzen und Mauerlöcher geschlossen, die der Haussperling als Nistplatz bzw. Wohnquartier benötigt.
Erneut unter den Top Ten der häufigsten Wintervögel ist in Hamburg auch das Rotkehlchen. Bei dieser Art hatte die erste milde Januardekade bereits zu verstärkter Gesangsaktivität geführt. „Nicht alle Rotkehlchen, die im Winter hier sind, brüten auch hier“, stellt Marco Sommerfeld fest. Es handelt sich dabei, ähnlich wie bei den Buchfinken, um den Zuzug nördlicher Populationen. Nach dem Kälteeinbruch Mitte Januar haben die Rotkehlchen die Gesangsaktivtäten aber schnell wieder eingestellt. Für den NABU-Ornithologen ist außerdem die große Anzahl Heckenbraunelle bemerkenswert, die im Winter eher versteckt lebt. Hiervon wurden 316 Exemplare gemeldet. Dafür sind Rabenkrähe und Ringeltaube, die flächendeckend in der Stadt leben, 2013 seltener gesehen worden.
Die Hamburger Ergebnisse im Einzelnen
"Stunde der Wintervögel 2013"
In Hamburg wurden vom 4. bis 6. Januar 2013 bei der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ insgesamt 24.285 Vögel gezählt. 1161 Vogelfreunde machten mit – so viele wie noch nie. Im Vorjahr verzeichnete der Verband 531 Teilnehmer. Hier gibt es die Ergebnisse im Einzelnen.
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Über 13.000 Vogelbeobachtungen in Hamburg wurden vom NABU ausgewertet. Die Amsel hat ihre Spitzenposition verteidigt. Gebäudebrüter wie die Mehlschwalbe gehen dagegen zurück.
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Ergebnisse 2012
Hamburger Auswertung liegt vor
Haussperling
Auch wenn sich das Wetter nicht nach Winter anfühlte, haben wieder viele Vogelfreunde bei der zweiten Auflage der „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar mitgemacht und die Beobachtungsergebnisse aus ihrem Garten oder von ihrem Balkon beim NABU eingereicht. In Hamburg beteiligten sich rund 530 Naturfreunde an der Zählung. Insgesamt 11.357 Vögel wurden hier von ihnen gesichtet.
Auf den vorderen Plätzen ergeben sich kaum Veränderungen im Vergleich zur Vorjahreszählung. Die Kohlmeise ist der meist gesehene Gast in Hamburger Gärten, gefolgt von Amsel, Blaumeise, Rabenkrähe und Haussperling. Sie entsprechen den häufigen Brutvögeln in Hamburg. Marco Sommerfeld, Ornithologe beim NABU Hamburg, zeigt sich erleichtert, dass der Haussperling, auch bekannt als Spatz, seinen 5. Platz vom Vorjahr verteidigen konnte: „Der Haussperling hat in den vergangenen Jahren in vielen Hamburger Stadtteilen erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Durch energetische Sanierungen werden an Gebäuden Ritzen und Mauerlöcher geschlossen, die der Haussperling und auch andere Tiere wie Fledermäuse dringend als Nistplatz benötigen.“ Einen Tipp, wie Spatz und Fledermaus weiterhin Tür an Tür mit den Menschen leben können, gibt Marco Sommerfeld gleich mit: „Die Anbringung von Nisthilfen und Wohnhöhlen sind eine gute Alternative und helfen, diese Lebensräume zu erhalten.“
Neben den bekannten Vogelarten wurden auch ungewöhnliche Wintergäste gesichtet, wie Singdrossel, Mönchsgrasmücke und Zilpzalp, die eigentlich erst im Frühjahr aus ihren Winterquartieren im Süden zurückkehren. Für den NABU ist dies eine Auswirkung der Klimaveränderung. “Insbesondere Singdrosseln überwintern eigentlich im Mittelmeerraum“, erläutert Marco Sommerfeld. „Im Zuge der Klimaveränderung versuchen seit Jahren vereinzelte Tiere in milden Wintern bei uns zu bleiben. Sie werden im Frühjahr im Vorteil sein, weil sie sich die besten Nistplätze sichern können.“
Typische Wintergäste wie Wacholderdrossel, Erlenzeisig und Bergfink sind bei der „Stunde der Wintervögel“ dagegen kaum beobachtet worden. Daraus ergibt sich jedoch kein Grund zur Sorge. Diese Tiere profitieren von dem milden Winterwetter: Sie finden ausreichend Nahrung in der freien Landschaft und sind nicht auf das zusätzliche Angebot in Futterhäuschen und die wärmeren Temperaturen in der Stadt angewiesen.
Die Ergebnisse entsprechen zwar nicht wissenschaftlichen Standards, aber sie geben wertvolle Einblicke in den Zustand der heimischen Vogelbestände und zeigen Tendenzen auf. Darüber hinaus gelingt es mit dieser Aktion, Menschen für die Vögel und die Natur zu begeistern - eine Voraussetzung dafür, dass sie sich auch für deren Schutz einsetzen.
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Basisinfos zur Stunde der Wintervögel
Über die Aktion
Suchen Sie sich einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können. Notieren Sie von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen waren. Melden können Sie Ihre Beobachtungen postalisch, per Telefon und natürlich online.
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Warum und wozu?
Warum findet die Stunde der Wintervögel über mehrere Tage statt? Warum die Beschränkung auf Gärten und Parks? Wie fehleranfällig ist die Aktion? Was können uns die Ergebnisse sagen? Diese und weitere häufig gestellte Fragen haben wir für Sie beantwortet.
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So funktioniert die Teilnahme
Je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“ teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Helfen Sie mit, schleichende Veränderungen in der Vogelwelt festzustellen. Sie werden zum Teilnehmer eines echten Langzeitprojekts!
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E-Cards zur Aktion
Die Wintervögel lassen grüßen!
Schicken Sie winterliche Grüße an Freunde, Kollegen und Verwandte mit unseren stimmungsvollen E-Cards zur Aktion „Stunde der Wintervögel“. Unsere Piepmätze sind garantiert die charmantesten Botschafter für Ihre Nachrichten!
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m November 2007 startet der Podcast der NABU. Das heißt, ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Nicht nur Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
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