Hamburg.NABU.de Natur erleben Stunde der Gartenvögel
Amsel ist häufigster Vogel
Amsel ist häufigster Vogel
NABU stellt Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel 2013“ für Hamburg vor / Rückgang der Gebäudebrüter zu beobachten
Gebäudebrüter werden in Hamburg seltener beobachtet
In Hamburg haben sich in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen am Citizen Science-Projekt „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Vom 9. bis 12. Mai waren Vogelfreunde bundesweit aufgerufen, Vögel im heimischen Garten oder am Balkon zu zählen und ihre Ergebnisse an den NABU weiterzugeben. In der Hansestadt hat der Naturschutzbund 625 Einsendungen mit über 13.000 Vogelbeobachtungen ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass die Zahlen der Vogelzählung seit Jahren sehr stabil sind. So konnte die Amsel in Hamburg ihre Spitzenposition verteidigen, Kohlmeise und Blaumeise folgten wie gewohnt auf den Plätzen 2 und 3. Unverändert bleibt auch der Haussperling auf dem vierten Platz gefolgt von der Elster.
Ein Trend, der den Vogelschutzexperten dagegen Sorgen bereitet, ist der deutliche Rückgang der Gebäudebrüter. Insbesondere Mauersegler, Star und Mehlschwalbe werden in Hamburg immer weniger gesichtet. „Gebäudebrüter leben in Nischen und kleinen Einschlupflöchern am Haus oder nutzen wie die Mehlschwalbe die Fassade als Brutplatz. Durch energetische Sanierungen verlieren diese Arten immer mehr Lebensraum in der Stadt“, erklärt der Ornithologe Marco Sommerfeld vom NABU Hamburg. „Der NABU appelliert deshalb an Hausbesitzer, bei Sanierungsvorhaben auch den Artenschutz am Gebäude nicht zu vergessen. Mit Hilfe von geeigneten Nistkästen bzw. Nisthilfen kann man viel für den Erhalt von Schwalben und Mauersegler in seiner Nachbarschaft tun.“ Der NABU Hamburg führt in seiner Info-Zentrale in Borgfelde ein entsprechendes Angebot an Nisthilfen und berät gerne zum Thema Artenschutz am Gebäude.
Ein erfreuliches Ergebnis der Vogelzählung ist die Zunahme der Beobachtungen von Mönchsgrasmücken und Schwanzmeisen. Beide Arte haben bereits vor Jahren den Sprung vom Wald in die StadtNatur vollzogen. Sie zeigen viel Flexibilität und Anspruchslosigkeit bei der Suche nach Lebensräumen und kommen mit dem Angebot an Büschen, Bäumen und Nadelgehölzen in der Stadt gut zurecht. Dies führt nachweislich zu einer positiven Entwicklung ihrer Bestände im städtischen Raum.
Der NABU und der Mitveranstalter Landesbund für Vogelschutz danken für das Engagement der vielen tausend Vogelfreunde, die sich eine Stunde Zeit genommen haben und mit großer Sorgfalt ihre Beobachtungen aus Dörfern und Städten festhielten und den Umweltverbänden meldeten. Bundesweit haben sich in diesem Jahr rund 45.000 Menschen an der „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Vorbild ist der britische „Big Garden Birdwatch“, der nach mehr als 30 Jahren über Veränderungen häufiger Vogelarten recht genau Auskunft geben kann. „Überdies weckt unser Aufruf bei vielen Interesse und Begeisterung für die Vogelwelt und Hamburgs StadtNatur, was nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Vogelschutz ist“, so Marco Sommerfeld.
Mitmachen bei der "Stunde der Gartenvögel"
Sehen Sie hier, wie es funktioniert
Mehr über die Aktion
So funktioniert die Teilnahme
Die Zählhilfe erleichtert Ihnen die Erfassung der Vögel. Der Bogen bildet die häufigsten Gartenvögel ab und bietet die Möglichkeit zum Ankreuzen der beobachteten Vögel. Er hilft Ihnen dabei, Doppelzählungen zu vermeiden.
Mehr
Warum und wozu?
Warum findet die Stunde der Gartenvögel im Frühjahr statt? Was können uns die Ergebnisse sagen? Darf man auch mehrere Meldungen abgeben? Diese und weitere häufig gestellte Fragen zur Stunde der Gartenvögel haben wir für Sie beantwortet.
Mehr
Ergebnisse
Stunde der Gartenvögel
Auch 2013 kann die Amsel ihre Spitzenposition in Hamburg offenbar behaupten. Kohl- und Blaumeise belegen die Plätze 2 und 3. Der Haussperling scheint sich auf dem vierten Rang zu stbilisieren. Die Ringeltaube hat die Elster von Platz 5 verdrängt. Bisher haben sich in Hamburg knapp 400 Vogelfreundinnen und -freunde mit rund 8.000 Vogelbeobachtungen beteiligt.
Mehr
Spiele, Apps und E-Cards
NABU-Vogelstimmenquiz
Von den Baumwipfeln ertönt ihr Gezwitscher. Mit bloßen Auge sind unsere Vögel oft schwer zu erkennen. Da hilft ein geschultes Ohr! Mit dem NABU-Vogelstimmenquiz lernen Sie 40 bekannte Vogelarten spielend kennen und sind bestens für die Mitmach-Aktion im Mai vorbereitet.
Mehr
Vogelführer für Smartphones
Neben Post, Telefon und Internet gibt es eine weitere Option, sich zu informieren oder zu kommunizieren, und zwar mobil. Neben dem NABU-Vogelführer gibt es weitere Vogel-Apps, die auch die Meldefunktion für die Aktion „Stunde der Gartenvögel“ enthalten.
Mehr
E-Cards zur „Stunde der Gartenvögel“
Auch nach Ostern freuen sich Freunde und Verwandte über Post. Schicken Sie Ihnen eine E-Card und machen Sie sie auf die Stunde der Gartenvögel im Mai aufmerksam. Eins ist schon jetzt sicher: Haubenmeise und Haussperling sind bei der Vogelzählung dabei. Und Sie?
Mehr
Stunde der Gartenvögel 2012
NABU stellt Ergebnisse aus Hamburg vor
Amselküken
Nach Auswertung von knapp 600 Einsendungen mit über 11.000 Vogelbeobachtungen in Hamburg hat der NABU Hamburg nun die Ergebnisse der diesjährigen Vogelzählung vom 11. bis 13. Mai bekannt gegeben. In Hamburg wie auch bundesweit erweisen sich die Zahlen der Vogelzählung als sehr stabil, was auf einen unproblematischen Winterverlauf hinweist. Demnach konnte die Amsel ihre Spitzenposition in der Hansestadt behaupten. Kohl- und Blaumeise belegen die Plätze 2 und 3. Der Haussperling hat seinen 3. Platz vom letzten Jahr verloren und ist auf den vierten Rang gefallen. Den 5. Platz hat die Elster wieder verteidigt.
“Insgesamt finden wir unter den ersten 10 Plätzen seit Jahren die gleichen Vogelarten”, fasst der Ornithologe Marco Sommerfeld vom NABU Hamburg die Ergebnisse zusammen. Dies untermauert auch die gute Qualität dieser Citizen-Science-Kampagne, wie die wissenschaftliche Erfassung von Daten durch Laien genannt wird. „Amsel, Kohl- und Blaumeise kommen mit den Bedingungen in unserer StadtNatur sehr gut zurecht. Auch das Angebot an Nisthilfen fördert die beiden Meisenarten zusätzlich“, betont Sommerfeld. Ein wenig Sorge bereitet dem Vogelexperten die Entwicklung des Haussperlings. Im Gegensatz zu anderen deutschen Großstädten nimmt der Bestand in Hamburg ab: “Die Abnahme des Haussperlings ist sicher nicht so stark, wie es zunächst aussieht. Trotzdem ist er in vielen Stadtteilen Hamburgs nur noch schwer zu finden. Er ist sehr anspruchsvoll und benötigt Nischen und Höhlen als Brutplätze, sonnige Gebüsche als Versammlungsplätze sowie offene Bodenflächen für die Gefiederpflege. Da er zur Brutzeit Insekten an die Nestlinge verfüttert, sind Flächen wir Brachen mit Wildkräutern oder extensiv gepflegte Gärten und Wegränder zur Nahrungssuche förderlich. Wer bei sich im Wohnumfeld noch Haussperlinge als Brutvögel hat, sollte diese in jedem Fall durch ein Angebot an zusätzlichen Nistplätzen unterstützen. Auch die naturnahe Pflege von Parks und Gärten tragen wesentlich zur Attraktivität unserer StadtNatur bei.“ Die Dohle – Vogel des Jahres 2012 – kommt in Hamburg vor, jedoch aufgrund ihrer besonderen Biotopansprüche nur inselartig über das Stadtgebiet verteilt.
Bemerkenswert sind die vielen Beobachtungen des Buntspechts (134 Individuen), der in den grünen Hinterhöfen der Stadt mittlerweile häufig angetroffen werden kann. Buntspechte haben in Hamburg und deutschlandweit laut der Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel kontinuierlich zugenommen. Der Bestand des Zaunkönigs hat hingegen aufgrund der letzten drei kalten Winter abgenommen und liegt mit dem 18. Platz nur einen Platz vor dem Buntspecht. Bei Zaunkönigen sind solche Bestandstiefs in Zusammenhang mit Kältewintern normal. Sie werden in der Regel nach einigen Jahren wieder ausgeglichen.
Abschließend lässt sich festhalten, dass viele Arten in unserer Hansestadt gute Bestände aufweisen, die teilweise sogar zunehmen. Auf der anderen Seite nehmen einigen Arten wie der Haussperling ab. Hier können die Stadt Hamburg, Firmen, Hauseigentümer und Mieter schon mit kleinen Maßnahmen unserer StadtNatur helfen, d.h. das Grün in unserer Stadt bewahren, weiter entwickeln und fördern und damit auch den Lebensraum für die heimische Vogelwelt erhalten.
Der NABU und der Mitveranstalter Landesbund für Vogelschutz lobten das Engagement der vielen tausend Vogelfreunde, die sich eine Stunde Zeit genommen hatten und mit großer Sorgfalt ihre Beobachtungen aus Dörfern und Städten festhielten und den Umweltverbänden meldeten. Bundesweit haben sich in diesem Jahr rund 40.000 Menschen an der „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Vorbild ist der britische „Big Garden Birdwatch“, der nach mehr als 30 Jahren über Veränderungen häufiger Vogelarten recht genau Auskunft geben kann. „Überdies weckt unser Aufruf bei vielen eine regelrechte Begeisterung für die Vogelwelt, was nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Vogelschutz ist“, so Marco Sommerfeld.
Amsel in Hamburg spitze!
NABU stellt Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“ 2011 in Hamburg vor
Unangefochtener Sieger in Hamburg: die Amsel
31. Mai 2011 -
Nach Auswertung von rund 650 Einsendungen mit über 12.000 Vogelbeobachtungen in Hamburg hat der NABU nun die Ergebnisse der diesjährigen Vogelzählung vom vergangenen Maiwochenende bekannt gegeben. Demnach konnte sich die Amsel trotz leichter Einbußen auf Platz 1 behaupten. Der Haussperling hingegen rückte von Platz 6 (2010) auf Platz 3 vor und verdrängte die Blaumeise auf Platz 4.
“Insgesamt finden wir unter den ersten 10 Plätzen seit Jahren die gleichen Vogelarten”, fasst Ornithologe Sven Baumung die Ergebnisse zusammen. “Die Steigerung des Haussperlings ist aber sicher nicht so stark, wie es zunächst aussieht.” 2009 wurden noch pro Garten durchschnittlich 1,83, 2010 1,26 und 2011 2,13 Sperlinge gezählt. Baumung: “Das ist keine wirklich große Steigerung und sicher kein Zeichen für eine generelle Verbesserung der Situation des Spatzes. Vielmehr sind andere Vögel wie die Blaumeise nicht so häufig gemeldet worden.” Auch bundesweit nahmen die Beobachtungen des Haussperlings zu: Er erzielte sein zweitbestes Ergebnis seit Beginn der Vogelzählaktion vor sieben Jahren. Ob es sich bei dem erhöhten Vorkommen des zuletzt von Jahr zu Jahr abgenommenen Haussperlings tatsächlich um eine Trendumkehr handelt, bleibe abzuwarten, so der NABU. Dies könnten erst die Ergebnisse der nächsten Jahre zeigen.
Zu den aktuellen Trends in nahezu allen Bundesländern zählt der Rückgang von Amseln. „Wegen der extremen Trockenheit finden Amseln kaum noch Regenwürmer, ihre wichtigste Nahrung für die Jungvögel. Die Erde ist knochentrocken, darum ziehen sich die Würmer in tiefere Bodenschichten zurück – das sind schlechte Voraussetzungen für den Bruterfolg“, begründete NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow die Zahlen. Auch Stare, Mauersegler und Mehlschwalben wurden diesmal in größerer Zahl beobachtet, während der Buchfink deutlich seltener zu hören oder zu sehen war. Die Ursachen für dessen Rückgang, der sich bereits seit 2005 abzeichne, seien noch unklar.
Der NABU und der Mitveranstalter Landesbund für Vogelschutz lobten das Engagement der vielen tausend Vogelfreunde, die sich eine Stunde Zeit genommen hatten und mit großer Sorgfalt ihre Beobachtungen aus Dörfern und Städten festhielten und den Umweltverbänden meldeten. Vorbild sei der britische „Big Garden Birdwatch“, der nach mehr als 30 Jahren über Veränderungen häufiger Vogelarten recht genau Auskunft geben könne. „Überdies weckt unser Aufruf bei vielen eine regelrechte Begeisterung für die Vogelwelt, was nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Vogelschutz ist“, so Nipkow.
Die Ergebnisse 2011 im Detail
Amsel in Hamburg vorn
NABU präsentiert Hamburger Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel 2010“
So sieht der lachende Sieger aus: die Amsel
14. Mai 2012 -
Vom 7. bis 9. Mai fand bundesweit die "Stunde der Gartenvögel" statt. Nun stellt der NABU Hamburg das Endergebnis vor. Den ersten Platz in der Hansestadt behauptet die Amsel mit insgesamt 1.990 Meldungen. Auf Platz 2 und 3 stehen, wie in den Jahren zuvor auch schon, die Kohl- bzw. die Blaumeise, gefolgt von der Elster (Platz 4), der Ringeltaube (5) und dem Hausspatz (6). Bundesweit beteiligten sich in diesem Jahr rund 40.000 Vogelfreunde, allein aus Hamburg wurden etwa 13.000 Beobachtungen gemeldet.
„Damit gibt es auf den ersten vier Plätzen keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr“, erklärt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. In der Platzierung verschlechtert hat sich aber der Haussperling (von 5 auf 6). Er schneidet in Hamburg im Gegensatz zum Bundestrend – hier liegt er auf Platz 1 – vergleichsweise schlecht ab. „Offensichtlich hat er es gerade in Hamburg äußerst schwer sich zu behaupten, weil ausreichend Lebensraum fehlt“, beklagt Porschke. Neben dem Spatz haben sich auch der Star (von 6 auf 9) und der Mauersegler (von 7 auf 20) in der Platzierung zum Teil erheblich verschlechtert.
Kam wegen des kalten Wetters im Mai erst sehr spät in seine Brutgebiete zurück: der Mauersegler.
„Die Mauersegler sind in diesem Jahr recht spät aus den Überwinterungsgebieten zurückgekommen, so dass man selbst Mitte Mai nur wenige gesehen hat“, erklärt Porschke den Abfall dieses flinken Fliegers bei der Vogelzählung Anfang Mai. „Dagegen können wir uns den Rückgang des Stares anhand der Daten nicht erklären.“ Dass sich die Ringeltaube von Platz 9 auf Platz 5 verbessert hat, könnte nach Ansicht des NABU ein Zeichen der weiteren Verstädterung dieses ehemals "Waldvogels" sein. „Aber auch die noch nicht so dichte Belaubung zur Zeit der Zählung infolge des kalten Wetters könnte diesen Vogel sichtbarer gemacht haben“, so der Vogelfreund.
Einfaches Mittel, um Vögeln zu helfen: der Nistkasten, erhältlich in den Zentren des NABU Hamburg.
Der NABU betont, dass jeder dem Haussperling, aber auch den anderen heimischen Vögeln helfen kann. Infos und Tipps hierzu gibt es in den Infozentren des NABU. Porschke sieht aber auch die Politik gefordert, im Jahr der Biodiversität aktiv etwas für die heimische Vogelwelt zu tun. „Der Bezirk Mitte hat bewiesen, dass sich auch mit vergleichsweise wenig finanziellen Mitteln Nistplätze für den Haussperling schaffen lassen“, lobt Porschke die Bezirksaktivitäten. „Insgesamt muss Hamburg aber viel mehr für den Schutz unserer Vögel unternehmen. Denn was den Vögeln nützt, hilft auch vielen anderen Tieren und Pflanzen!“
Aus Sicht des NABU fehlt es in Hamburg besonders an einer Vernetzung der einzelnen Schutzgebiete. Denn trotz der gerade beschlossenen Zielvorgabe, dass 15 % der Stadt einem Biotopverbund gewidmet werden sollen, werden nach wie vor wichtige Naturflächen bebaut. Ein systematischer Biotopverbund ermöglicht erst den für den Arterhalt notwendigen Austausch von Tieren und Pflanzen zwischen den Gebieten, so der NABU. „Beim Biotopverbund muss der Senat nun der gesetzlichen Vorgabe folgen und den Verbrauch von Naturflächen stoppen“, meint Porschke.
Spatz und Amsel sind die häufigsten Vogelarten
NABU legt Ergebnisse der bundesweiten Gartenvogelzählung 2009 vor
28. Mai 2009 -
Rund 40.000 Vogelfreunde nutzten das zweite Maiwochenende zur Teilnahme an der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, einer Mitmachaktion des NABU und seines bayerischen Partners, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Sie meldeten alle Vögel, die sie während einer Beobachtungsstunde im Garten oder vom Balkon aus entdecken konnten. Die Auswertung der mehr als 20.000 Einsendungen liegt nun vor. Damit ist die „Stunde der Gartenvögel“ erneut Deutschlands größte Vogelzählung.
„Haussperling und Amsel sind mit Abstand die häufigsten Vogelarten in Städten und Dörfern. Doch die Zahl der beobachteten Vögel ist bei manchen Arten deutlich zurückgegangen – möglicherweise ein Alarmsignal“, kommentierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Hinweise auf mögliche Ursachen werden von genaueren Auswertungen erwartet, die nun folgen sollen. Die Rückgänge könnten mit dem recht langen Winter in Zusammenhang stehen, aber auch mit schleichenden Verlusten geeigneter Brutplätze. Der NABU appelliert daher an Gartenbesitzer und Kommunen, den Trend zu pflegeleichtem Einheitsgrün zu stoppen und Siedlungs- wie auch Grünflächen naturnäher zu gestalten. „Schon mit einfachen Mitteln lässt sich mehr Naturnähe in Städte und Dörfer bringen – und nicht nur Vögel profitieren davon, auch viele andere Lebewesen“, erläuterte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow und fügte hinzu: „Der NABU gibt Tipps, was jeder Einzelne für mehr Artenvielfalt rund um Haus und Garten tun kann.“
Die „Stunde der Gartenvögel“ wurde 2005 bundesweit ins Leben gerufen. Die beiden Naturschutzverbände greifen damit eine Idee aus England auf, wo Vogelfreunde schon seit 1979 einen „Big Garden Birdwatch“ veranstalten. „Je häufiger wir zur Vogelzählung aufrufen, desto besser lässt sich auch feststellen, wo es Veränderungen gibt. Unser Wissen über Bestandsveränderungen ist gerade bei den häufigen Arten noch viel zu gering“, begründete NABU-Vogelschutzexperte Nipkow den alljährlichen Aufruf.
Amsel in Hamburg vorn
NABU präsentiert Hamburger Ergebnisse der "Stunde der Gartenvögel 2008" und langjährige Trends / mehr Engagement für den Erhalt der Artenvielfalt notwendig
29. Mai 2008 -
Vom 9. bis 12. Mai 2008 fand bundesweit die "Stunde der Gartenvögel" statt. Nun stellt der NABU Hamburg das Endergebnis vor: Häufigster Vogel in der Hansestadt wurde mit 3.306 Meldungen die Amsel - wie schon in den vier Jahren davor. Ähnlich konstant sind auch die beiden weiteren Plätze auf dem Siegertreppchen besetzt: Die Kohlmeise scheint den zweiten Platz für sich gebucht zu haben, auf dem dritten Platz landete wie schon von 2005 bis 2007 die Blaumeise. Bundesweit beteiligten sich in diesem Jahr rund 45.000 Vogelfreunde, allein aus Hamburg wurden etwa 19.405 Beobachtungen gemeldet. Nach nunmehr fünf Jahren, in denen der NABU die "Stunde der Gartenvögel" in Hamburg durchgeführt hat, lassen sich sowohl erste positive als auch negative Trends ablesen. Der NABU fordert insbesondere die Negativtrends zum Anlass zu nehmen, dass Hamburg nun endlich mehr Engagement beim Erhalt der Artenvielfalt zeigt.
Spatz auf dem Rückzug
"Beispielsweise ist der früher häufige Spatz als Drittplatzierter 2004 mittlerweile auf Platz fünf abgerutscht", erklärt Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg. Damit stützt die "Stunde der Gartenvögel" verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen, die ebenfalls eine langfristige Abnahme für diesen Vogel feststellen. "Bereits seit vielen Jahren weist der NABU darauf hin, dass der Bestand der Haussperlinge abnimmt", bestätigt Zirpel diese Entwicklung. "Daher muss Hamburg jetzt dringend Schutzmaßnahmen nicht nur für diesen Vogel unternehmen." Er fordert unter anderem mehr Grünflächen in der Stadt, um das Nahrungsangebot zu verbessern. Neben dem Spatz ist aber auch der Star in der Rangliste zurückgefallen. Er liegt jetzt auf Platz sieben (2004: Platz 5).
Mauersegler auf dem Vormarsch
"Andere Entwicklungen sind dagegen sehr erfreulich, allen voran die des Mauerseglers", betont Zirpel. Wurde der Mauersegler bei der "Stunde der Gartenvögel" vor vier Jahren noch durchschnittlich 0,7 mal in jedem Hamburger Garten gesichtet, liegt der Durchschnitt in diesem Jahr bei 1,3. Das wirkt sich natürlich auf die Platzierung aus: 2004 noch auf dem 19. Platz, verbesserte sich der Flugkünstler über Platz 15 (2005) und Platz neun (2006) auf den sechsten Platz. Hilfreich dürften dabei die Schutzanstrengungen des NABU gewesen sein: Allein in Hamburg wurden auf Initiative des NABU in den letzten Jahren weit über 500 Mauersegler-Nistkästen aufgehängt. Weitere Gewinner sind Rabenkrähe, Eichelhäher, Ringeltaube und, besonders erfreulich, die Mehlschwalbe, die vor drei Jahren noch auf dem 27. Platz lag und es in diesem Jahr auf Platz 13 schaffte.
Jetzt positive Trends verstärken, negative umkehren!
"Insgesamt muss Hamburg viel mehr für den Schutz unserer Vögel unternehmen", fordert der Naturschützer. "Denn was den Vögeln nützt, hilft auch vielen anderen Tieren und Pflanzen!" Dafür müsse der Senat umgehend eine regionale Strategie für den Erhalt der Artenvielfalt erarbeiten und umzusetzen. "Gefährdet sind unsere Vögel und deren Lebensräume durch den immensen Flächenfraß von derzeit 360 Hektar pro Jahr", erklärt Zirpel. "Pro Jahr dürfen wir aber nicht mehr als 60 Hektar bebauen." Aus Sicht des NABU fehlt es in Hamburg an einer Vernetzung der einzelnen Schutzgebiete. Nur so könne der für den Arterhalt notwendige Austausch von Tieren und Pflanzen zwischen den Gebieten gewährleistet werden, so der NABU.
weitere Ergebnisse...
Ergebnisse der "Stunde der Gartenvögel 2007"
Bundesweit beteiligten sich 60.000 Menschen / In Hamburg 26.500 Beobachtungen / Die Amsel macht das Rennen als häufigster Vogel in der Hansestadt
Benötigt in Hamburg dringend Hilfe: der Haussperling.
25. Mai 2007 -
Vom 11. bis 13. Mai veranstaltete der Naturschutzbund NABU die "Stunde der Gartenvögel" - jetzt liegen die Ergebnisse vor. Häufigster Vogel in Hamburg und dem Umland: Die Amsel mit 3.923 Beobachtungen, gefolgt von Kohlmeise (2.953 Beobachtungen), Blaumeise (2.092), Elster (2.026), Mauersegler(1.742) und Haussperling (1.686). 1.470 Hamburger nahmen an der NABU-Aktion teil und meldeten über 26.500 Beobachtungen an den NABU Hamburg.
"Wir bedanken uns bei den vielen Teilnehmern", sagt NABU-Geschäftsführer Stephan Zirpel. "Die Ergebnisse helfen uns, ganz gezielt Maßnahmen zum Schutz einzelner Arten zu unternehmen." Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben die Amsel, die Kohlmeise und die Blaumeise die ersten drei Plätze behauptet. Die Elster rangiert als allseits gut sichtbarer Singvogel gleich dahinter auf Platz vier.
Der heimliche Gewinner: der Mauersegler.
Ganz stark zu gelegt hat der Mauersegler, Vogel des Jahres 2003. Vor drei Jahren lag er noch auf dem 19. Platz. 2007 verbesserte er sich auf den fünften Platz. 1.742 Beobachtungen (2006: 871) vom Mauersegler gingen beim NABU ein. "Der Mauersegler ist damit der heimliche Gewinner", erklärt Zirpel. "Vielleicht haben sich unsere Hilfsmaßnahmen für den Mauersegler, die wir nun schon seit sieben Jahren unternehmen, nun doch endlich ausgezahlt. Bis heute haben wir schon für mehrere hundert Mauersegler-Paare Nistmöglichkeiten in Hamburg geschaffen."
Verlierer bei der diesjährigen "Stunde der Gartenvögel" ist der Haussperling. Im Gegensatz zum Bundestrend - hier liegt er auf Platz 1 - schneidet er mit dem sechsten Platz vergleichsweise schlecht ab. "Seit 2005 hat der Haussperling bei der Stunde der Gartenvögel jedes Jahr einen Platz eingebüßt", bedauert Zirpel. "Offensichtlich hat er es in Hamburg äußerst schwer sich zu behaupten, weil ausreichend Lebensraum fehlt." Angesichts dieser Ergebnisse bittet der NABU alle Gartenbesitzer, jetzt dem Haussperling, aber auch den anderen heimischen Vögeln zu helfen. Infos und Tipps hierzu gibt es beim NABU. "Auch 2008 werden wir in Hamburg natürlich die ´Stunde der Gartenvögel´ wieder veranstalten - und bis dahin alles dafür tun, dass eine zahlreiche und vielfältige Vogelwelt in Hamburg ihr Zuhause findet. Hierfür benötigen wir noch Unterstützung", so Zirpel.
Ergebnisse der "Stunde der Gartenvögel 2006"
20.000 Beobachtungen zur Stunde der Gartenvögel in der Hansestadt
Amsel
26. Mai 2006 -
Anfang Mai veranstaltete der Naturschutzbund NABU die "Stunde der Gartenvögel" - jetzt liegen die Ergebnisse vor. Häufigster Vogel in Hamburg und dem Umland: Die Amsel mit 3.661 Beobachtungen, gefolgt von Kohlmeise (2.371 Beobachtungen), Blaumeise (1.814), Elster (1.744) und Haussperling (1.427). 1.375 Hamburger waren am Wochenende vom 5. bis 7. Mai im Vogelfieber und meldeten über 20.000 Beobachtungen an den NABU Hamburg.
"Wir bedanken uns bei den vielen Teilnehmern", sagt NABU-Geschäftsführer Stephan Zirpel. "Die Ergebnisse helfen uns, ganz gezielt Maßnahmen zum Schutz einzelner Arten zu unternehmen." Im Vergleich zu 2005 haben die Amsel, die Kohlmeise und die Blaumeise die ersten drei Plätze behauptet. Die Elster rangiert gleich dahinter auf Platz 4 und hat damit als allseits gut sichtbarer Singvogel den Haussperling und den Star auf die Plätze 5 bzw. 6 verwiesen.
Erstaunlich ist, dass der Haussperling in Hamburg im Gegensatz zum Bundestrend - hier liegt er auf Platz 1 - vergleichsweise schlecht abschneidet. Zirpel. "Offensichtlich hat er es in Hamburg äußerst schwer sich zu behaupten, weil ausreichend Lebensraum fehlt. Hier könnte jeder Gartenbesitzer sofort aktiv werden."
Kohlmeise
Ganz stark zu gelegt hat der Mauersegler, Vogel des Jahres 2003. Er ist vom 19. Platz 2004 über den 15. Platz 2005 in diesem Jahr unter die "TOP 10" auf Platz 9 gelandet. 871 Beobachtungen vom Mauersegler gingen beim NABU ein. "Vielleicht haben sich unsere Hilfsmaßnahmen für den Mauersegler, die wir nun schon seit sechs Jahren unternehmen, nun doch endlich ausgezahlt", hofft Zirpel. "Bis heute haben wir schon für mehrere hundert Mauersegler-Paare Nistmöglichkeiten in Hamburg geschaffen."
Nicht ganz so gut sieht es für den Kleiber, Vogel des Jahres 2006, aus: Er ist zwar ebenfalls vorgerückt, aber nur auf den 23. Platz. "Angesichts der diesjährigen Ergebnisse bitten wir alle Gartenbesitzer, jetzt unseren Vögeln zu helfen", so Zirpel. "Auch 2007 werden wir in Hamburg natürlich die ´Stunde der Gartenvögel´ wieder veranstalten - und bis dahin alles dafür tun, dass eine zahlreiche und vielfältige Vogelwelt in Hamburg ihr Zuhause findet. Hierfür benötigen wir noch Unterstützung."
Weitere Informationen zur Aktion und eine Beratung zum Thema Gartenvögel sind im NABU-Infozentrum Eimsbüttel erhältlich. Öffnungszeiten: Mo bis Do 14 bis 17 Uhr.
![]() |
Stunde der Gartenvögel Ergebnisse 2006
|
|

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
m November 2007 startet der Podcast der NABU. Das heißt, ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Nicht nur Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Kuckucks-Desktopmotiv
Klassisch oder interaktiv mit Active Desktop! Mit dem Bild zum Vogel des Jahres 2008 gibt es jetzt auf Wunsch auch täglich aktuelle NABU-News und Termine direkt auf dem Desktop.
Verbandsnetz
Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?
Vögel im Garten
40 Arten im Porträt Mehr
