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Eppendorfer Moor
Eppendorfer Moor
Kanadagänse hinter blühendem Gagelstrauch
Das ca. 15 ha große Eppendorfer Moor ist eines der kleinsten Naturschutzgebiete Hamburgs, liegt zwischen Eppendorf und Groß-Borstel und ist ein Rest der einst umfangreichen Moorgebiete im Bereich der Alsterniederungen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier Torf abgebaut. Später wurde das Gebiet militärisch als Schießplatz benutzt. Nach 1945 sollte das Gebiet mit Bauschutt aufgefüllt werden. Glücklicherweise entschied man sich gegen diese Maßnahme. In den Nachkriegsjahren wurde hier viel Brennholz geschlagen und durch Nachforstung (nicht nur mit einheimischen Hölzern) entstand zunächst ein Bruchwald der bereits für Freizeit und Naherholung genutzt wurde. 1982 entschied sich die Stadt Hamburg für eine Renaturierung zum Moorgebiet. Der NABU betreut seit 1982/83 (damals noch als Deutscher Bund für Vogelschutz) das Gebiet, das 1984 dann unter Naturschutz gestellt wurde.
Fauna und Flora
im Moor erbrüteter junger Zwergtaucher
Bei regelmäßigen ornithologischen Untersuchungen wurden 35 Brutvogelarten in diesem Gebiet festgestellt. Dies belegt die Bedeutung gegenüber den umliegenden Regionen. Das Niedermoor mit seinen Schilfröhrichtbeständen und angrenzenden Verlandungsflächen ist Lebensraum für viele Tiere. Vier Amphibien- und acht Libellenarten wurden hier vor Jahren bereits nachgewiesen.
Arbeitseinsatz: „Entkusseln“
Da das Gebiet inzwischen weitgehend von seinem natürlichen Wassereinzugsbereich abgeschnitten ist, leidet es vor allem an regelmäßig auftretenden Trockenperioden, die zu einer Bedrohung der Moorvegetation führen.
1995 haben wir ein Konzept zur Rettung des Moores vorgelegt, für dessen Durchsetzung wir seitdem arbeiten. Darüber hinaus versuchen wir in Arbeitseinsätzen die schlimmsten Folgen des Wassermangels, wie die Verbuschung der letzten Moorflächen durch Aufwuchs von Birken und Weiden, zu bekämpfen.
Ein Vergleich der ornithologische Bestandsaufnahme in den Jahren 2002-2005 mit früheren Zählungen gibt Auskunft über den aktuellen Bestand der hier heimischen Brutvögel und deren Bestandsentwicklung. Bei den Frühjahrsführungen „Was-singt-denn-da?“ konnte sich auch in diesem Jahr jeder aktuell darüber informieren.

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